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Gehen getrennte Wege: Harald Brändle (li.) und Christian Walter. 

Geretsrieder Firmenlauf

Harald Brändle hört auf

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Geretsried - Es kommt doch einigermaßen überraschend: Der Berger Harald Brändle zieht sich von der Organisation des Firmenlaufs zurück. Jetzt übernimmt die Organisation Christian Walter allein. 

Geretsried – 13 Jahre lang organisierte Harald Brändle gemeinsam mit Christian Walter Laufveranstaltungen in Geretsried und der Region. Jetzt ist überraschend Schluss. Alles habe seine Zeit, schreibt Brändle in einer Pressemitteilung, die die Redaktion am Donnerstagabend erreichte. „Nach vier Oberland-Halbmarathons, drei Running-Days in Penzberg, einem Oberland-Run-Day und elf Oberland-Firmenläufen ist für mich die Zeit gekommen, cw-running sport events und den Oberland-Läufen Adieu zu sagen.“

Für Brändle war es „eine schöne, spannende und lehrreiche Zeit“, die er nicht missen möchte. Dies gelte vor allem für all die Begegnungen mit den Menschen, „die einen Event in der Größe unserer Veranstaltungen ausmachen. Christian und und ich haben seit 2007 mindestens 40 000 Menschen, eher mehr, zum Laufen und Walken und sicher noch viel mehr Menschen zum Anfeuern und Feiern an die Laufstrecken bewegt.“

Walter hat der Ausstieg seines bisherigen Kompagnons „komplett überrascht“. Er habe es selbst erst am Donnerstag erfahren, sagt der 54-Jährige. Differenzen habe es zwischen ihnen aus seiner Sicht

nicht gegeben – weder ideell noch materiell. „Weil Harald die beiden letzten Jahre wegen meines Schlaganfalls die Hauptarbeit gemacht hat, hatten wir uns dahingehend auch finanziell geeinigt.“ Kommende Woche werde er sich mit seinem Ex-Partner nochmals treffen, damit der Übergang reibungslos vonstatten geht.

Der Lauf steht im Zeichen der Großbaustelle 

Brändle bestätigt auf Nachfrage, dass er nicht im Unfrieden aufhört. Nach so vielen Jahren der Zusammenarbeit sei die Luft einfach raus, sagt der 56-Jährige aus Berg. „Es waren 13 Jahre, das muss man sich mal vorstellen.“ Zwischen einem Profi-Fußballteam und seinem Trainer sei in der Regel nach drei Jahren Schluss. „Ich lechze jetzt einfach nach etwas Neuem.“

Künftig möchte Christian Walter den Firmenlauf unter dem Dach einer neuen Firma – cw-running enterprises – alleine stemmen. Derzeit bastelt er an einem neuen Team, zu dem auf jeden Fall sein Sohn Laurin gehören soll. „Ich habe die Kontakte, habe viele Ideen. Ich bin körperlich aber noch nicht so weit, dass ich sie ausführen kann. Ich brauche gute Leute um mich herum.“

Wann der Lauf heuer steigen wird, steht noch nicht fest. „Wir haben die Fußball-WM und müssen schauen, dass der Termin nicht mit einem Spiel der deutschen Mannschaft kollidiert.“ Klar ist für Walter, dass der Lauf im Stadtzentrum bleiben muss – trotz der Großbaustelle am Karl-Lederer-Platz. „Das Rennen braucht die Enge, das macht seinen Reiz, seinen Charakter aus. Rund um Isarau-Stadion funktioniert das nicht.“ Er plant, die Egerlandstraße zwischen Sparkasse und Isar-Kaufhaus zur Start- und Zielzone sowie Partymeile zu machen. Dort sei auch die nötige Infrastruktur gegeben. Näheres werde er demnächst mit der Stadt und den Sicherheitskräften erörtern. 

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