Telekom entschuldigt sich

„Der helle Wahnsinn“: Musikschule seit zwei Wochen ohne Telefon und Internet

Das Handy von Sabrina Schwenger steht nicht mehr still. Seit drei Wochen funktionieren in der Musikschule an der Adalbert-Stifter-Straße weder Telefon noch Internet. Die Reparatur zieht sich.

Geretsried – Die kaufmännische Leiterin der Einrichtung lässt inzwischen alle Anrufe auf ihr Privathandy umleiten. „Das ist der helle Wahnsinn. Ich habe jeden Tag 35 Mailbox-Nachrichten und unzählige Anrufe.“

Am 6. Februar hatte Sabrina Schwenger festgestellt, dass alle Telefonleitungen in der Musikschule tot waren. „Es war ungewöhnlich still ohne Anrufe“, sagt sie. Als auch der schuleigene Internetanschluss streikte, wandte sich Schwenger sofort an die Deutsche Telekom, die den Anschluss für die Musikschule betreibt. Nach einem einstündigen Telefonat – inklusive erfolgloser Fernwartung – gab der Mitarbeiter des Kommunikationsunternehmens auf. „Mir wurde versprochen, dass zwei Tage später ein Techniker kommt und sich das Problem ansieht“, berichtet Schwenger.

Das Versprechen sei jedoch nicht eingehalten worden. Stattdessen habe die Telekom der Musikschulleiterin einen anderen Termin angeboten. Als der Techniker – mit einigen Stunden Verspätung – eintraf, sei es aber zu spät gewesen. „Der Hausmeister war nicht mehr da, und wir konnten uns den Hausanschluss nicht ansehen“, erklärt die Musikschulleiterin.

Über zwei Wochen dauerte es schließlich, bis das Problem überhaupt gefunden wurde. „Ein Experte hat entdeckt, dass die Leitung einen Schaden hat.“ Vor Ende dieser Woche sei nicht damit zu rechnen, dass der Fehler behoben wird. Besonders ärgerlich: „Der Techniker hat gesagt, dass dieses Problem längst hätte entdeckt werden können“, so Schwenger.

Die Deutsche Telekom entschuldigt sich auf Anfrage unserer Zeitung für alle Unannehmlichkeiten durch den Kabelschaden im Hausnetz. „Eine Übergangslösung bis zur Entstörung ist in die Wege geleitet worden“, erklärt Dominik Sechser von der Pressestelle. Die Kundin sei telefonisch über das Mobilfunknetz sowie per Internet mit einem LTE-Stick und das Mobiltelefon erreichbar, so der Sprecher. dst

Rubriklistenbild: © dpa / Matthias Balk

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