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Ein Supermarkt soll unter anderem für die Belebung des Stadtzentrums sorgen.

Grundsteinlegung am Karl-Lederer-Platz

So soll Geretsrieds neues Zentrum aussehen

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Der Bürgermeister spricht von einer ersten Herzkammer, der Architekt von einer Perlenkette. So oder so: „Puls G“ markiert den Beginn der Neugestaltung der Stadt.

Geretsried Ein Grundstein symbolisiert gewöhnlich den Baubeginn für ein Gebäude. In Geretsried markierte die Zeitkapsel, die am Mittwoch für das Wohn- und Geschäftshaus „Puls G“ einbetoniert wurde, aber mehr. „Das ist die Weichenstellung für unsere Zukunft“, sagte Bürgermeister Michael Müller in der Feierstunde an der Baustelle am Karl-Lederer-Platz.

Der siebengeschossige Turm mit Supermarkt, Dienstleistungsdeck und Mietwohnungen, der schräg gegenüber des Rathauses entsteht, ist Teil der Umgestaltung des Geretsrieder Zentrums (wir berichteten). Eigentlich habe diese aber schon vorher begonnen, erläuterte Architekt Klaus Kehrbaum. „Mit dem BGZ-Gebäude haben wir die Struktur der 1960er Jahre aufgebrochen und modern interpretiert.“ Dies werde mit „Puls G“ weitergeführt und werde sich anschließend auch an der Egerlandstraße wiederfinden.

Kulturachse soll entstehen

Müller nannte die T-Zone von Egerlandstraße und Karl-Lederer-Platz, also das neu entstehende Stadtzentrum, eine Herzkammer. „Die zweite Herzkammer wird auf der Böhmwiese entstehen“, so der Bürgermeister. Die Stadt arbeite derzeit daran, eine Kulturachse zu entwickeln. „Wenn das Zentrum belebt ist, werden weitere Investoren kommen.“

Die Kritik, dass der Karl-Lederer-Platz durch „Puls G“ kleiner werde, versuchte Kehrbaum zu entkräften. Zum einen könne der Karl-Lederer-Platz als Ganzes abgesperrt und bespielt werden, zum anderen würden weitere Plätze im Zentrum entstehen – etwa vor dem Rathaus und an der Egerlandstraße. „Man wird von der S-Bahn aus entlang einer Perlenkette von Plätzen durch die Stadt gehen“, versprach er. Kehrbaum sagte, er glaube, die Zentrumsentwicklung werde ein tolles Projekt, „das Geretsried enorm weiterbringen wird“.

„Wir haben diesen mutigen Schritt machen müssen.“

Über das Zentrum sei viele Jahre diskutiert worden, erinnerte Bürgermeister Müller. „Wir haben diesen mutigen Schritt machen müssen.“ Müller dankte den Stadträten für die konstruktiven Diskussionen während der Planungsphase. Er sei froh, dass die Familie Krämmel und die Projekt KLP UG, die das Wohn- und Geschäftshaus „Centrum 20“ am Karl-Lederer-Platz errichtet, den Anstoß für die Zentrumsentwicklung geben.

„Ich weiß, dass das Projekt nicht unumstritten ist“, sagte Müller. „Ich weiß auch, dass man das Vorhaben anders sehen kann. Ich bin aber überzeugt davon, dass der überwiegende Teil, wenn nicht sogar alle sagen werden, dass es toll ist, was in Geretsried entstanden ist.“ Er sei felsenfest davon überzeugt, dass das Zentrum belebt und kulturell attraktiv werde, dass es ein Zentrum werde, in das Menschen zum Einkaufen kommen und wo sie sich einander begegnen. „Wir brauchen das. In ein paar Jahren wird die S-Bahn fahren. Wir müssen uns rüsten für die Zukunft.“

Bauherr hofft auf weiterhin konstruktives Miteinander

Reinhold Krämmel nutzte die Grundsteinlegung ebenfalls, um als beteiligter Bauherr auf den Gegenwind einzugehen. Er betonte, dass das Unternehmen immer ein offenes Ohr habe und gesprächsbereit sei. „Ich verstehe, dass Nachbarn, Anlieger und Geschäftsleute nicht von Anfang an einverstanden waren“, so Krämmel. Es überwiege sein Dank, dass sie die Bauarbeiten bis jetzt mit gewissem Knurren hingenommen haben. „Ich hoffe, dass sie den Weg weiter konstruktiv begleiten.“

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