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Den Notruf hat ein Geretsrieder geistesgegenwärtig gewählt - und damit einem Landsmann das Leben gerettet.

Hilfe über Grenzen Hinweg

Landsmann in Polen das Leben gerettet

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Geretsried - Die Notrufnummer 110, ein soziales Netzwerk, ein Foto und grenzübergreifende Polizeiarbeit: Das sind die Gründe, warum ein 30-Jähriger noch am Leben ist. 

Wie vernetzt die Welt in Zeiten der sozialen Medien ist, zeigt ein Fall, den oberbayerische und polnische Polizeibehörden zu einem guten Ende brachten. Laut Pressebericht hat sich ein Mann aus Geretsried am Montagabend hilfesuchend an den Polizeinotruf 110 gewandt. Er hatte zuvor über ein soziales Netzwerk Kontakt zu einem Landsmann in Polen gehabt, der ihm Fotos eines gemeinsamen Bekannten zukommen ließ. Dieser 30-Jährige aus Nowa Sól, einer Stadt in der polnischen Woiwodschaft Lebus, war darauf blutend zu sehen. Zudem hatte er „seltsame Nachrichten“ verschickt.

Die Einsatzzentrale reagierte schnell: Über das gemeinsame Zentrum der deutsch-polnischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Swiecko wurde die zuständige Dienststelle in Polen informiert. Eine Streife fand den 30-Jährigen kurz darauf in seiner Wohnung. Er hatte sich Schnitte an den Handgelenken beigebracht, die aber zum Glück nicht lebensgefährlich waren. Er kam in ein Krankenhaus, berichtet die Polizei Oberbayern Süd. „Der Fall zeigt, dass auch für die Polizei Staatsgrenzen längst kein Hindernis mehr sind und eine Zusammenarbeit mit Nachbarländern heutzutage schnell und unbürokratisch möglich ist.“

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