(v. li.) Bassist Franz Ganser, Schlagzeuger Wolfgang Mügge sowie Sänger und Gitarrist Jörg von Vietinghoff.
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Improvisationsfreudige Bluesrocker: (v. li.) Bassist Franz Ganser, Schlagzeuger Wolfgang Mügge sowie Sänger und Gitarrist Jörg von Vietinghoff.

Lautstarker Auftakt im Hinterhalt

Die Band „Hidden Heat“ eröffnet die PiPaPo-Kulturtage

  • vonPeter Herrmann
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Das PiPaPo-Festival findet trotz Corona statt. Den Auftakt machte das Chiemgauer Trio „Hidden Heat“ im Hinterhalt - übertragen wurde das Konzert im Live-Stream.

Gelting – Richtig laut wurde es am Freitagabend in der Kulturbühne Hinterhalt. Das Chiemgauer Trio „Hidden Heat“ setzte beim Auftakt des PiPaPo-Festivals – das Kürzel steht für Pinsel, Pauke und Poesie – vor allem auf druckvollen Sound.

Wer den Auftritt der Band während der corona-bedingten Livestream-Aufzeichnung im Internet verfolgte, konnte die Lautstärke immerhin am heimischen PC regulieren. Das Hinterhalt-Personal, die Techniker und die zugelassenen Pressevertreter ließen sich jedoch gerne von der Druckwelle mitreißen. Sänger Jörg von Vietinghoff setzte sich dank seiner kraftvollen Stimme sogar gegen den Trommelwirbel von Schlagzeuger Wolfgang Mügge durch.

Der Drummer wurde in den 1980er Jahren mit der Geretsrieder Formation „Gambler“ auch über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt und spielte unter anderem im Vorprogramm von Roger Chapman. Mittlerweile wohnt Mügge wie seine drei Bandkollegen im Chiemgau. Ebenso wie Jörg von Vietinghoff und Bassist Franz Ganser geht er noch in anderen Gruppen seinem musikalischen Hobby nach.

Dass „Hidden Heat“ im Hinterhalt vorwiegend eher unbekanntere Songs der Allman Brothers Band, Gov’t Mule und ZZ Top coverten, verstärkte eher die Neugier, mal wieder die Originalversion zu hören. Authentisch kamen dagegen die deutsch gesungenen Bluesnummern rüber. Jörg von Vietinghoff, der in Essen aufwuchs und später in Bochum studierte, hat seinen glaubwürdigen Ruhrpott-Slang bewahrt und erinnerte in den besten Momenten an den in Nordrhein-Westfalen immer noch sehr beliebten Liedermacher Stoppok. Am Ende war sogar noch Zeit für ein virtuoses Schlagzeugsolo von Wolfgang Mügge, der wie ein Besessener die Becken, Trommeln und Hi-Hat bediente.

Nach dem Konzert und zwei Zugaben bedankte sich die Band für die Auftrittsmöglichkeit. „Vielen Dank an das Hinterhalt-Team, das trotz der schweren Bedingungen dieses Festival auf die Beine stellt“, sagte Jörg von Vietinghoff. ph

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