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Der neu gebaute Kunstrasenplatz am Robert-Schumann-Weg sorgt für Verstimmung bei den Mitgliedern der FF Geretsried. Weil er zu kurz ist, ist er nur für den Trainingsbetrieb oder Kinderfußball geeignet.

Geretsried

„Ich übernehme die volle Verantwortung“

Fußball - Nach der Diskussion über den neuen, nicht für den Punktspielbetrieb geeigneten Kunstrasenplatz sind bei den Fußball-Freunden Geretsried die Wogen hoch geschlagen. Vorsitzender Arnold Vögtle ist daraufhin mit sofortiger Wirkung zurückgetreten.

Das Bekanntwerden der Tatsache, dass der neue Kunstrasenplatz am Robert-Schumann-Weg zu kurz ist, um darauf Jugend- und Herren-Fußballspiele absolvieren zu können, hat so hohe Wellen geschlagen, dass es Arnold Vögtle aus dem Amt gespült hat. Der Vorsitzende der Fußball-Freunde Geretsried ist am Freitagnachmittag mit sofortiger Wirkung zurückgetreten, wie der Verein in einer kurzen Pressemitteilung bekannt gab. „Die Emotionen sind doch recht hoch gekocht wegen der Sache, so dass man mir diesen Schritt nahegelegt hat“, erklärte Vögtle auf Nachfrage unserer Zeitung. „Es braucht einen Schuldigen, und ich habe immer gesagt, dass ich die volle Verantwortung für diese Sache übernehme.“

Über den Kunstrasen gestolpert: FFG-Vorsitzender Arnold Vögtle trat gestern zurück.

Im Rahmen der Spielersitzung nach dem Training am Donnerstagabend sei das Thema diskutiert worden. Schon dabei habe er seinen Rücktritt angeboten, wenn dies gewünscht sei. Doch man habe sich darauf verständigt, zunächst eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Die hatte sich dann jedoch nach Erscheinen eines ausführlichen Berichts im Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur erledigt. „Es wurde von verschiedenen Seiten in Frage gestellt, ob eine vertrauensvolle Arbeit unter diesen Voraussetzungen noch möglich sei“, so Vögtle, der jedoch offenbar nicht als Einziger über die nicht ausreichenden Platzmaße informiert gewesen war. Es sei sein Fehler gewesen, dass er nicht früher – unter dem alten Vorstand – darauf gedrängt habe, dies den Mitgliedern zu kommunizieren. Dazu stehe er. „Die Erwartungen der Leute sind nicht erfüllt worden. Der jetzige Schritt ist bitter für mich persönlich. Ich habe die Arbeit hier sehr genossen und stehe bereit, wenn man mich in Zukunft braucht. Ich bin nicht im Bösen gegangen, die FFG sind mein Verein“, betonte Vögtle, der auch noch mal deutlich machte: „Eine andere Lösung als diese hätte es für einen Kunstrasen hier nicht gegeben."  Rudi Stallein

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