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Im direkten Gespräch: Was die Geretsrieder auf dem Herzen haben

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Meinungsaustausch: Bürgermeister Michael Müller (re.) stand den Bürgern bei den jüngsten Terminen der Dialog-Reihe „Dein offenes Ohr“ Rede und Antwort.
Meinungsaustausch: Bürgermeister Michael Müller (re.) stand den Bürgern bei den jüngsten Terminen der Dialog-Reihe „Dein offenes Ohr“ Rede und Antwort. © hl

Am Wochenende machte die Dialogreihe „Dein Geretsried - Dein offenes Ohr“ Station am Jugendzentrum Saftladen und Am Stern. Bürger konnten ihre Anliegen dem Bürgermeister und Stadtvertretern persönlich sagen.

Geretsried – Zeit für Gespräche nahmen sich Bürgermeister Michael Müller, Rathausmitarbeiter und Stadträte am Wochenende in der Dialog-Reihe „Dein Geretsried – Dein offenes Ohr“. Am Freitag standen sie den Bürgern vor dem Jugendzentrum Saftladen Rede und Antwort, am Samstag Am Stern an der Sudetenstraße. Gegenüber dem Schulzentrum hatte die Verwaltung die Themen Schule, Sport und Kinderbetreuung in den Fokus gerückt, in Geretsried-Mitte war es Verkehr. Es konnten aber alle Bereiche städtischen Lebens angesprochen werden.

Erweiterung der Mittelschule

Die Adalbert-Stifter-Mittelschule soll wie berichtet generalsaniert und um einen Anbau parallel zur Realschule erweitert werden. Das Vogelhäuschen muss dafür umgesetzt werden. Der Neubauflügel wird in der Sanierungsphase des Bestandsgebäudes für die zwischenzeitliche Unterbringung von Schülern genutzt. Auf Plänen konnten sich Interessierte die künftige Mittelschule anschauen.

MehrBarrierefreiheit

Der Behindertenbeauftragte der Stadt, Günther Fuhrmann, steter Mahner für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum, kritisierte, dass der Haupteingang zum Jugendzentrum Saftladen nur über Stufen erreichbar sei. Thomas Loibl, Sprecher des Rathauses, nahm den Punkt ins Protokoll auf. „Die Stadt ist konsequent dahinter, solche Schwellen nach und nach abzubauen“, sagte er.

ÖffentlicherVerkehr

Der Verkehr bewegt offensichtlich die Menschen in allen Stadtvierteln. Ein älterer Herr regte beim Dialog Am Stern an, dass der neue Expressbus X970 zwischen Starnberg, Wolfratshausen, Geretsried und Bad Tölz über Königsdorf statt über Einöd fahren sollte. Er glaubt, dass die Königsdorfer die Linie besser nutzen würden, um zur S-Bahn nach Wolfratshausen zu gelangen als den 379er, der nur stündlich fährt und viel öfter anhält. Laut Müller wurde die Strecke über Königsdorf im Kreisausschuss als zuständigem Gremium für die X-Busse diskutiert. Doch sie seien dafür eingerichtet worden, möglichst schnelle Verbindungen zwischen den S-Bahn- und Zugbahnhöfen zu schaffen. Beantragt habe die Stadt aber, die Haltestelle vom Stern vor das Café Waldmann zu verlegen, sodass Fahrgäste eine bessere Anbindung an den Geretsrieder Stadtbus hätten.

Lesen auch, was in Gelting los war: Talkrunde mit dem Bürgermeister auf dem Dorfplatz in Gelting

Fußgängerund Radfahrer

Wie Grünen-Stadträtin Beate Paulerberg von ihren Gesprächen mit Bewohnern aus Geretsried-Mitte berichtete, wünschen sich viele von ihnen einen Zebrastreifen über die Sudetenstraße auf Höhe des Mozartwegs, um sicher zum Einkaufszentrum mit Penny, Rossmann und denn’s Naturkost zu kommen. FDP-Stadtrat Edmund Häner sagte, er werde oft auf die Querung der Tattenkofener Straße auf Höhe Isarradweg („Zehnerhüttenweg“) und Breslauer Weg angesprochen. Das staatliche Bauamt in Weilheim hat dort aufgrund der zurückliegenden tödlichen Unfälle ein Überholverbot mit durchgezogener Linie eingerichtet. Nach Wissen von Bürgermeister Michael Müller soll Ende des Jahres die versprochene Verkehrsinsel in der Mitte der Straße gebaut werden. Dafür müsse die Staatsstraße verbreitert werden. Aufseiten des Zehnerhüttenwegs handle es sich allerdings um Naturschutzgebiet. Ein Eingriff sei dort nicht so einfach. Müller: „Wenn ein naturschutzrechtliches Verfahren notwendig wird, dauert es länger mit der Verkehrsinsel“. Gemeinsam mit ihr soll ein Tempolimit für den Abschnitt kommen.

Sanierungdes Dirt-Parks

Sebastian Holzer, ehemaliger Vorsitzender des Pfadfinderstamms Eulen mit Vereinshütte auf der Böhmwiese, fragte, wann der direkt neben dem Pfadfindergelände liegende Dirt-Park erneuert werden solle. Der BMX-Parcours ist seit drei Jahren verwaist. Die Pfadfinder hätten seit Ausbruch der Pandemie einige neue, junge Mitglieder gewonnen, denn „in der Zeit haben viele gemerkt, wie schön es ist, draußen zu sein“. Sie könnten das Grundstück gut für ihre Aktivitäten brauchen. Es gebe wenige Stämme in Bayern, die so ein schönes Umfeld hätten, sagte Holzer. Bürgermeister Müller antwortete ihm, der Jugendrat suche gerade nach Möglichkeiten für eine neue Nutzung der Anlage. Im Gespräch ist ein sogenannter Pumptrack für Radfahrer, der weniger gefährlich ist und während der Benutzung keine Aufsicht benötigt.

Online-Umfrageder Stadt

Einen Passanten, der auf die Schnelle kein Anliegen auf dem Herzen hatte, wies Rathauschef Müller auf die Online-Umfrage der Stadt hin. Jeder Bürger kann im Internet auf der Seite www.geretsried.de/dubistgefragt Anregungen und Kritik äußern. Zwei weitere Veranstaltungen der Reihe „Dein Geretsried – Dein offenes Ohr“ finden am 8. Juli von 16 bis 18 Uhr auf dem Karl-Lederer-Platz und am 9. Juli von 10 bis 12 Uhr in Stein statt.  

tal

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