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Der Jugendrat kam im Jahr 2015 zu seiner ersten Sitzung zusammen.

Jugendrat 

Im März wird ein neuer Jugendrat gewählt

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Es wird spannend: Im März wählen rund 1700 Jugendliche in Geretsried einen neuen Jugendrat. Von den bisherigen Amtsinhabern wollen vermutlich zwei wieder kandidieren.

Geretsried– Derzeit hängt der Jugendrat ein bisschen in der Luft: Stadtjugendpflegerin Sonja Schütz hat sich wie berichtet in den Mutterschutz verabschiedet. Noch gibt es keinen Nachfolger. „Das ist ein unglücklicher Zufall“, sagt Heidi Dodenhöft mit Blick auf die Vorbereitung der Wahl. Die Jugendreferentin des Stadtrats hofft, dass die Stelle in den nächsten Wochen besetzt werden kann. Schließlich müssen alle wahlberichtigten Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren angeschrieben werden. „Außerdem soll es noch eine Werbeveranstaltung geben, um Kandidaten zu bekommen“, ergänzt die Stadträtin der Freien Wähler (FW).

Heidi Dodenhöft Als Jugendreferentindes Stadtrats leitet die 57-Jährige die Sitzungendes Jugendrats. 

Anschließend müsse ein Plakat mit den Fotos und Steckbriefen der Bewerber vorbereitet und gedruckt werden. „Und die Kandidaten sollen sich ja ihren Wählern auch noch vorstellen.“ Mitte oder Ende März soll dann die Wahl stattfinden. „Wir werden alle zusammenhelfen, damit das klappt“, sagt die Leiterin der Grundschule in Reichersbeuern.

Vor drei Jahren wählten die Jugendlichen in der Stadt zum ersten Mal eine eigene Vertretung. Zum 1. Mai endet die Amtszeit. „Den zehn Räten hat die Zeit unheimlich viel gebracht“, ist sich Dodenhöft sicher. Sie beschäftigten sich mit dem Thema Stadtentwicklung, setzten sich für bessere Busverbindungen von und nach Bad Tölz ein und organisierten Veranstaltungen – ein Open-Air-Kino und eine Young-Music-Night. Leider hielt sich die Anzahl der Gäste bei beiden Veranstaltungen in Grenzen. „Da waren sie schon etwas enttäuscht“, sagt Dodenhöft rückblickend. „Es steckte viel Arbeit drin und hat Kraft gekostet.“ Und, so der Tenor in der Januar-Sitzung: Der Jugendrat hätte sich mehr nach außen öffnen, politischer sein sollen.

Aber es habe auch viele positive Erlebnisse gegeben: die Teambildungsmaßnahmen, die Beteiligung am Kinder- und Jugendtag sowie am Waldfest, die Fahrten nach Berlin und Brüssel, der Besuch im Landtag. „Die Jugendräte haben einen Einblick in die große Politik bekommen, und es sind auch Freundschaften entstanden“, berichtet Dodenhöft. Auch in die Lokalpolitik sei das Gremium gut eingebunden gewesen – beispielsweise kam Architekt Klaus Kehrbaum in eine Sitzung und stellte die Pläne für die Neugestaltung des Stadtzentrums vor. Der Jugendreferentin zufolge hat keiner der Räte sein Engagement bereut. In drei Jahren wurden 28 Sitzungen absolviert – Teamwochenenden und weitere Termine nicht mit eingerechnet. Bei manchen habe sich jedoch eine gewisse Müdigkeit eingestellt, räumt die Geretsriederin ein. „Die Schule drückt, zwei haben eine Ausbildung begonnen. Da ist es schwierig, Zeit für den Jugendrat aufzubringen.“ Nur zwei Räte können sich eine weitere Amtszeit vorstellen.

Dodenhöft sagt, dass nicht nur die Jugendlichen in dieser Zeit etwas gelernt haben – sondern auch sie selbst. „Ich war oft in Jugendzentren und habe gelernt, wie Jugendliche ticken“, sagt die 57-Jährige und fügt lachend hinzu: „Nur wegen des Jugendrats habe ich jetzt WhatsApp auf meinem Handy.“

Penzberger Jugendparlament löst sich auf

Kurz nach der Wahl des Jugendrats in Geretsried wurde auch in der Nachbarstadt Penzberg ein Jugendparlament aus der Taufe gehoben. Das beschloss Mitte Januar allerdings seine eigene Auflösung. Der Grund für das Aus: Für die Wahl im Januar gab es nur sieben Kandidaten. Für den ursprünglichen Wahltermin im November waren es noch weniger gewesen. Im Sommer soll es nun einen neuen Wahltermin geben. „Als wir das gehört haben, waren wir schon etwas bedrückt“, sagt Heidi Dodenhöft. „Das ist sehr schade.“ Der Jugendrat hatte dem Penzberger Gremium einmal einen Besuch abgestattet. Die Jugendlichen dort seien sehr engagiert gewesen, so die Jugendreferentin des Stadtrats rückblickend. In Geretsried wird im März ein neuer Jugendrat gewählt. Dodenhöft: „Es wird spannend, wie viele Jugendliche sich bewerben.“

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