Pensionär Werner Schote, Steuerberater Wolfgang Fröhlich, Rechtsanwalt Dr. Jens Becker-Platen, Ex-Gymnasiallehrer Gerhard Vogel, Wirtschaftsprüfer Michael Josifescu und Unternehmensberater Stephan Heinle von der Initiative „Zukunft. Perspektive. Geretsried“.
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Traten 2017 auf den Plan: (v. li.) Pensionär Werner Schote, Steuerberater Wolfgang Fröhlich, Rechtsanwalt Dr. Jens Becker-Platen, Ex-Gymnasiallehrer Gerhard Vogel, Wirtschaftsprüfer Michael Josifescu und Unternehmensberater Stephan Heinle von der Initiative „Zukunft. Perspektive. Geretsried“.

Bewegung um Rechtsanwalt Dr. Jens Becker-Platen

Initiative „Zukunft. Perspektive. Geretsried“ hat sich aufgelöst: Das ist der Grund

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Mit der Initiative „Zukunft. Perspektive. Geretsried“ wollten sechs engagierte Männer Geretsriedern eine Stimme geben. Nun hat sich die Bewegung aufgelöst.

Geretsried – Vor drei Jahren gründeten sechs engagierte Männer die Initiative „Zukunft. Perspektive. Geretsried“. Sie wollten den Bürgern eine Stimme geben, als Sprachrohr und Mittler fungieren. Jetzt hat sich die Bewegung um Rechtsanwalt Dr. Jens Becker-Platen aufgelöst.

„Ich habe das Gefühl, dass sich in Geretsried etwas tun muss“, hatte der Initiator gegenüber unserer Zeitung bei der Gründung erklärt. Die Bewegung kritisierte, dass die Umsetzung vieler guter Ideen aus dem Stadtleitbildprozess mangels Zeit und Personal in der Stadtverwaltung „eingeschlafen“ sei. Zudem fühlten sich die Geretsrieder nicht ausreichend einbezogen in die Stadtentwicklung. Gegen diese Vorwürfe hatte sich Bürgermeister Michael Müller (CSU) gewehrt, und nach einem Treffen im Rathaus war klar: Stadt und Bürgerinitiative wollen an einem Strang ziehen.

Im Fokus der Bürgerinitiative stand die Gestaltung der Neuen Mitte und im Besonderen der Karl-Lederer-Platz. „Wir wollten erreichen, dass die Bürger und ihre Kompetenzen im Rahmen der Entwicklung des Karl-Lederer-Platzes besser eingebunden werden“, blickt der 54-Jährige zurück. „Und ich denke, dass das auch gefruchtet hat.“ Ihnen sei es um mehr Grün, die Möblierung und weniger Autos im Zentrum gegangen. Dieses Ziel sei im Wesentlichen erreicht worden, bilanziert Becker-Platen, der sein Büro im BGZ hat und die Baustelle täglich vor Augen hat. „Auch mit dem Bodenbelag bin ich zufrieden, er gefällt mir gut“, ergänzt der Jurist. „Ärgerlich“ seien hingegen die Verzögerungen. Der Platz sollte längst fertig sein – aber die Corona-Pandemie machte der Stadt einen Strich durch die Rechnung. „Gespannt bin ich auf die Verkehrsführung, wenn die Egerlandstraße mal fertig ist.“ Der Rechtsanwalt wünscht sich, dass dann das Shared-Space-Prinzip greift. „Und ich hoffe auch, dass die Leute die Tiefgarage annehmen. Wobei ich festgestellt habe, dass langsam ein Gewöhnungseffekt eintritt.“

Auch wenn die Bauphase noch ein paar Jahre anhalten wird, ist Becker-Platen zufrieden. „Wenn man sich als Stadt weiterentwickeln will, muss man das in Kauf nehmen“, sagt der gebürtige Lüneburger, der seit 1998 in Geretsried arbeitet und seit 2007 auch hier lebt. „Ansonsten bleibt man stehen.“ Mit den neuen Gebäuden Centrum 20 und PulsG am Karl-Lederer-Platz und den Neubauten von Sparkasse und Baugenossenschaft an der Egerlandstraße „glaube ich, dass tatsächlich endlich ein Zentrum entsteht“.

nej

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