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Zeigen, was möglich ist: das soll das Inklusionstheaterstück „Wie die Sonne in das Land Malon kam“. Das Foto entstand während der Proben im Caritas-Altenheim St. Hedwig.   

„Wie die Sonne in das Land Malon kam“

Inklusionstheaterprojekt holt Sonne in den Saal

Nach dem Erfolg im Vorjahr zeigen die komische Gesellschaft und der Arbeitskreis für Menschen mit Behinderung ein neues Theaterstück. 

Geretsried– Ein Erfolg war das Inklusionstheaterprojekt mit behinderten und nichtbehinderten Menschen im vergangenen Jahr. Und groß war die Freude bei den Initiatoren, wie sehr sich alle Mitwirkenden engagierten. Deshalb hat sich der Arbeitskreis für Menschen mit Behinderung in Kooperation mit dem Kulturverein Komische Gesellschaft aus Bad Tölz entschlossen, für heuer ein zweites Stück aufzulegen. Dankenswerterweise stellte das Caritas-Altenheim St. Hedwig in Geretsried seinen Saal zur Verfügung, in dem derzeit die Proben stattfinden. Premiere ist an diesem Sonntag, 2. Juli, im Pfarrsaal der Heiligen Familie am Johannisplatz.

„Wie die Sonne in das Land Malon kam“ heißt das Theaterstück. Ein Stück voller Emotionen, in dem es um Gefühlswelten geht, um Einsamkeit, Ablehnung, aber auch um den Gemeinschaftssinn und um die Freude. Ein Theaterstück, dass mit nur wenigen Worten für die Schauspieler auskomme, erklärt Regisseurin Ulli Haehn (Komische Gesellschaft). „Ich lese vor, und die Darsteller greifen spontan auf und setzen den Inhalt in Bewegung, Gestik und Betonungen um“, erklärt die pensionierte Lehrerin und leidenschaftliche Bühnendarstellerin.

Sehnsucht verändert die Malonen

Zum Inhalt: Die Geschichte erzählt von dem Land Malon, das hinter hohen Bergen liegt und wo niemals die Sonne scheint. Die Menschen, die dort leben, sind durch die Finsternis seltsam, feindselig und einsam geworden. Eines Tages kommen zwei Wanderer und erzählen von Sonne, Licht und Wärme. Diese Sehnsucht verändert die Malonen. Wird eines Tages ein Wunder geschehen?

Für das Bühnenstück haben die Mitwirkenden alles selbst entworfen. So schmücken Mobiles aus Papiervögeln und Blumen die Kulisse. Um Ausdruckskraft und Darstellung einzustudieren, werden Raumläufe, langsame Bewegungsabläufe, sogenannte Slow-Motion-Fights, geübt. „Dadurch lernen die Darsteller, Emotionen zu zeigen“, erklärt Haehn. Heuer wirken neun Menschen mit Behinderung mit. Der Kontakt zu ihnen entstand über die Schülerfirma, ein Verein für Freizeit, Aktives und Soziales, indem Nichtbehinderte behinderten Menschen helfen.

Elli Wilfing, Sprecherin des Vereins zur Förderung der gemeinsamen Erziehung behinderter und nichtbehinderter Kinder aus Geretsried, spricht aus Erfahrung: „Leider ist eine Gemeinschaftlichkeit in unserer Gesellschaft nicht gewachsen.“ Es werde wohl noch eine Zeit dauern, bis das zur Selbstverständlichkeit wird, vermuten die Initiatoren. Deshalb sei es so wichtig, mit solchen Projekten zu zeigen, was möglich ist. Nun hoffen die Initiatoren auf viele Besucher. „Wer das Theaterstück erlebt, der wird überwältigt wieder heim gehen“, weiß Regisseurin Heahn aus dem vergangenen Jahr. Andrea Weber

Die Aufführungen

Sonntag, 2. Juli: 12.30 Uhr, Pfarrsaal der Heiligen Familie, Geretsried, Johannisplatz 21; Sonntag, 9. Juli: 15 Uhr, Saal des Caritas-Altenheims St. Hedwig, Geretsried, Adalbert-Stifter-Straße 56; Mittwoch, 12. Juli: 18 Uhr, Gemeindesaal der Petruskirche, Geretsried, Martin-Luther-Weg 13; Sonntag, 16. Juli: 14.30 Uhr, Kulturhaus Alte Madlschule, Bad Tölz, Schulgasse 3; Sonntag, 23. Juli: 11.30 Uhr, Gemeindesaal der Petruskirche, Geretsried, Martin-Luther-Weg.

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