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Stammt noch aus den 1950er Jahren: Die Häuserzeile der Baugenossenschaft an der Egerlandstraße.

Baugenossenschaft und Krämmel wollen im Zentrum investieren

Innenstadtsanierung nimmt Fahrt auf

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Geretsried - Die Pläne zum Ausbau des Geretsrieder Stadtzentrums werden immer konkreter.

Nicht nur die Familie des Bauunternehmers Reinhold Krämmel, auch die Baugenossenschaft Geretsried will in der so genannten T-Zone Karl-Lederer-Platz/Egerlandstraße investieren. Zur Stadtratssitzung am Dienstag liegen von beiden Seiten Anträge vor.

Diese Häuser befinden sich im Besitz der Familie Krämmel.

Der Familie Krämmel gehören drei Viertel der Häuserzeile an der Südseite des Karl-Lederer-Platzes. Vorausgesetzt, dass die Stadt bis Mitte 2016 Baurecht schafft, will Reinhold Krämmel den Altbestand im März/April abbrechen. Ab dem Sommer könnte der Bau eines neuen fünfgeschossigen Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage beginnen. Dabei ist eine teilweise Unter- und Überbauung des Karl-Lederer-Platz vorgesehen.

Als so genannten Ankermieter für den Neubau hat Krämmel einen Nahversorger, also Vollsortimenter im Auge. Wie berichtet würde sich der Rewe-Markt an der Egerlandstraße gerne vergrößern. Es gebe aber auch noch andere Anbieter mit guten Konzepten, erklärt dazu der Bauunternehmer. „Mir schwebt vor, mit einem Profi ein attraktives Markthallen-Konzept zu entwickeln – etwas, bei dem die Leute sagen: Das haben wir uns gewünscht.“ Um mit dem Projekt zügig voranzukommen, hat Krämmel jetzt bei der Stadt die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans beantragt.

Ganz so konkret sind die Pläne der Baugenossenschaft Geretsried (BG) noch nicht. Sie ist Eigentümerin der Grundstücke Egerlandstraße 58 bis 74, also der Häuserzeile gegenüber von BGZ und Sparkasse. Die Wohnhäuser aus den 1950er Jahren befinden sich noch überwiegend im Originalzustand und sind voll vermietet. „Wir sind derzeit in der Prüfung, wie wir mit diesen Grundstücken weiter verfahren“, heißt es in einem Schreiben von Vorstandsmitglied Walter Büttner und Geschäftsführer Wolfgang Selig an die Stadt.

 „Eine Möglichkeit wäre, die vorhandenen Gebäude abzubrechen und einen Neubau zu errichten.“ Dies setze jedoch voraus, dass die dafür notwendigen Rahmenbedingungen vorliegen. „Der Bebauungsplan 115 in seiner gegenwärtigen Fassung bietet aus unserer Sicht (noch) nicht die notwendigen Rahmenbedingungen“, erklärt die BG. Wie berichtet wird der Plan derzeit vom Architekten Klaus Kehrbaum überarbeitet.

 Die BG beantragt nun bei der Stadt, mit ihr Gespräche über einen Vorhaben- und Erschließungsplan zu beginnen, um auszuloten, ob dadurch „ein Neubau darstellbar wäre“. Überlegt werde „die Errichtung eines Wohn- und Geschäftshauses mit Parkraum“.

Vor einem Abbruch der Häuser, das hat die BG immer wieder betont, muss für die 74 Mietparteien zunächst Ersatzwohnraum geschaffen werden. Aber auch in diesem Bereich ist derzeit einiges in Bewegung. Auf dem ehemaligen Lorenz-Areal zwischen Elbe- und Banater Straße will der Unternehmer Krämmel in Abstimmung mit der BG als möglichem Projektpartner 550 bis 600 Wohnungen errichten. Auch dazu liegt zur Stadtratssitzung am Dienstag ein Antrag vor.

Sabine Schörner

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