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Damit Kinder Schwimmen lernen können: Die Stadt Geretsried plant ein neues Hallenbad für den gesamten nördlichen Landkreis. Beim CSU-Stammtisch am Sonntag skizzierte Bürgermeister Michael Müller den Zeitplan. 

Müller nennt am CSU-Stammtisch das Datum

Interkommunales Hallenbad: Ab 2020 geht‘s ins Wasser

Ende 2019, Anfang 2020 könnte das interkommunale Hallenbad stehen. Dieses Datum nannte Bürgermeister Michael Müller am Sonntag beim CSU-Stammtisch. Der Bundestagsabgeordnete Alexander Radwan hatte Geretsried zuvor für das Projekt gelobt.

Geretsried Alexander Radwan, der auch Bundesleiter der Wasserwacht des Roten Kreuzes ist, war Ehrengast am Stammtisch der CSU Geretsried. Er betonte, wie wichtig es sei, dass vor allem Kinder im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit seinen vielen Seen und Flüssen schwimmen lernten. In der Pflicht sieht er vor allem die Eltern, die diese Aufgabe nicht nur auf Schulen und Vereine abwälzen dürften.

Der Bundestagsabgeordnete berichtete von einem für ihn denkwürdigen Erlebnis am Samstag in Bad Tölz. Dort habe ihm Bürgermeister Josef Janker erzählt, er sei von Eltern gebeten worden, die Gewässer in der Stadt zum Schutz der Kinder einzuzäunen. So weit sei es schon gekommen. „Ich freue mich, dass Ihr in Geretsried das interkommunale Hallenbad auf die Beine stellt und somit eine weitere Voraussetzung schafft, dass Menschen schwimmen lernen können“, sagte Radwan zu Bürgermeister Michael Müller, dem CSU-Ortsvorsitzenden Ewald Kailberth und den anwesenden Stadträten. 

Bürgermeister stellt Zeitplan vor

Müller stellte daraufhin den aktuellen Zeitplan für das Projekt vor. Ende des Monats wird es eine Besprechung mit dem planenden Architekten geben. Wie berichtet hat dieser im Auftrag der Stadt seinen Entwurf von 2013 abgeändert. Denn die Sauna, die die Stadt in Eigenregie bauen und von einem privaten Investor betreiben lassen will, soll größer als ursprünglich vorgesehen werden. 

Zu lösen sind laut Müller bis zum Baubeginn neben einigen technischen Fragen auch vertragliche Details der Zweckvereinbarung mit dem Landkreis und den beteiligten Kommunen, denen der Vertrag noch zur Genehmigung vorgelegt werden muss. Dabei sei Sorgfalt geboten. Man dürfe bei dem Vertragstext keinen Fehler machen, andernfalls könne es zu Problemen mit den staatlichen Fördergeldern kommen.

16 bis 20 Monate Bauzeit

Die Baukosten werden sich Müller zufolge gegenüber 2013, als man von knapp zwölf Millionen Euro ausging, erhöhen. Im Herbst, so hofft der Rathauschef, wird die Tektur vom Landratsamt genehmigt sein, so dass die Stadt im Februar 2018 die Arbeiten ausschreiben kann. Gleichzeitig soll im Februar, vor Beginn der Vogelbrutzeit, das notwendige Stück Stadtwald direkt neben dem Schulzentrum an der Adalbert-Stifter-Straße gerodet werden.

„Baubeginn könnte dann im März, April 2018 sein“, sagte der Bürgermeister. Er rechnet mit 16 bis 20 Monaten Bauzeit, so dass spätestens Anfang 2020 die ersten Schwimmer ihre Bahnen im neuen Bad ziehen könnten. Der Ausbau vom Sport- und Schulbad zum attraktiven, familiengerechten Hallenbad mit Sauna, Rutsche und Außenbecken soll nach und nach erfolgen.

Tanja Lühr

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