Das 25-Meter-Becken im interkommunalen Hallenbad.
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Bahn frei heißt es im September. Dann soll das interkommunale Hallenbad eröffnet werden.

Möglichst effiziente Auslastung

Interkommunales Hallenbad: Eintrittspreis soll bei 4,50 Euro liegen

  • Doris Schmid
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Die Stadt Geretsried hat ein Gebührenmodell für das interkommunale Hallenbad erarbeitet. Das Ziel ist eine möglichst effiziente Auslastung der neuen Sportstätte.

Geretsried – Sie haben im interkommunalen Hallenbad in Geretsried vor allen anderen Vorrang: Die Buben und Mädchen im Nordlandkreis, die im Sportunterricht das Schwimmen lernen sollen. Erst dann können Öffnungs- und Belegungszeiten durch andere Nutzer definiert werden. Das machte Geretsrieds Bürgermeister Michael Müller am Dienstag im Haupt- und Finanzausschuss noch einmal deutlich. Vorgestellt wurde außerdem ein Gebührenmodell.

Hauptzielgruppe sind Schulen

„Schulen sind unsere Hauptzielgruppe für das neue Hallenbad“, betonte Bürgermeister Müller. Deshalb sei als erstes der Belegungsplan für die Schulen erarbeitet worden. Die Hälfte der Schulnutzung würden Schulen des Landkreises ausmachen. „Bei der Stadt Geretsried sind es 17 Prozent.“ Das gleiche gelte für Wolfratshausen. Der Rest verteile sich auf die anderen Kommunen, „wobei die Gemeinden Eurasburg und Königsdorf traditionell schon fleißige Nutzer des alten Hallenbads waren“. Neu dazu kommen Dietramszell und Egling, die bisher das Hallenbad in Ascholding nutzten.

Gestaffelte Eintrittspreise für Erwachsene und Kinder

Um herauszufinden, welchen Eintrittspreis private Nutzer künftig zahlen sollen, hat die Stadt eine Studie in Auftrag gegeben. Aber, hier sei man „im höchst variablen Bereich“, sagte Müller. Letztendlich könne man keinen kostendeckenden Eintritt verlangen, es sei vielmehr ein gefühlter Preis. „Der Basispreis, den wir jetzt festgesetzt haben, sind 4,50 Euro für einen Erwachsenen.“ Dieser orientiere sich ungefähr an dem umliegender Bäder in einer vergleichbaren Größenordnung. Der Tarif soll von 3,50 Euro (eine Stunde) bis sechs Euro (drei Stunden) gestaffelt werden. Für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren liegt der Preis zwischen 1,50 Euro (eine Stunde) und vier Euro (drei Stunden).

Keine weiteren Rabatte vorgesehen

Abgesehen von vergünstigten Zehnerkarten sind laut Müller keine weiteren Rabatte vorgesehen. Diese würden den Durchschnittserlös senken, ohne wesentliche positive Auswirkungen auf die Besucherzahl zu haben. Sofern bestimmten Gruppen wie beispielsweise der Freiwilligen Feuerwehr ein freier Eintritt gewährt werden soll, „ist das von der entsprechenden Haushaltsstelle der Kommune zu tragen und mit dem Bad zu verrechnen“

Auch für Vereinsschwimmer und Drittnutzer hat die Stadt ein Kostenmodell erarbeitet. Wer alle vier Becken nutzen möchte, bezahlt 360 Euro in der Stunde. Das 25-Meter-Becken kostet stündlich 180 Euro (fünf Bahnen, je 36 Euro), das Sprungbecken und das Lehrschwimmbecken je 90 Euro pro Stunde. „Das kostet uns das Schwimmbad“, fasste Müller zusammen. „Und das ist das, was man beim alten Schwimmbad nicht gemerkt hat.“

Wir als Stadt müssen, und da bin ich gerne der Buhmann, dafür Sorge tragen, dass es für alle Vereine eine Nutzungsmöglichkeit gibt.

Bürgermeister Michael Müller

Bei den Entgelten gehe es weniger darum, Geld zu verdienen, sondern eine möglichst effiziente Auslastung zu erreichen, betonte der Rathauschef in der Sitzung. „Wir als Stadt müssen, und da bin ich gerne der Buhmann, dafür Sorge tragen, dass es für alle Vereine eine Nutzungsmöglichkeit gibt.“ Es gebe keinen „präferierten Verein, der dort originäre Nutzungsrechte für sich reklamieren kann“, wurde Müller deutlich. Bei Vereinen aus Geretsried soll diese Nutzungsgebühr über einen städtischen Zuschuss teilweise „gegenfinanziert“ werden, so der Bürgermeister. Andere Vereine müssten in ihren Kommunen Förderungen beantragen.

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Der Geretsrieder Bürgermeister machte den Vereinen, die das Schwimmbad künftig nutzen wollen, ein Angebot. „Wir können anbieten, dass bis Ende des Jahres alle rein können“, sagte er. „Wir wollen zum Start niemanden außen vorlassen.“ Doch spätestens ab 1. Januar 2022 sollen die Vereine zur Kasse gebeten werden.

nej

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