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Mit oder ohne Sprungturm? Auch über Einsparmöglichkeiten beim Neubau des Hallenbads wird hinter den Kulissen diskutiert.

Verhandlungsmarathon um interkommunales Projekt

Hallenbad: Geretsried zeigt Nachbarn Betriebskosten

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Geretsried – Neuer Verhandlungsmarathon: Geretsried hat den Nachbarn Berechnungsmodelle für die Betriebskosten des interkommunalen Hallenbads vorgelegt. Die Zeit drängt.

13,35 Millionen Euro hat die Stadt Geretsried ab diesem Jahr für den Bau des neuen Hallenbads an der Adalbert-Stifter-Straße im Haushalt eingeplant. Das ist die Summe, die eine große Lösung für den gesamten Nordlandkreis kosten würde. Ob es tatsächlich ein interkommunales Hallenbad wird, ist allerdings weiter ungewiss. In diesen Tagen beginnt der nächste Verhandlungsmarathon.

Die Zeit drängt, das hat sich wieder gezeigt

Dass die Zeit drängt, hat sich gerade wieder gezeigt. Wegen eines Schadensfalls ist das 44 Jahre alte Hallenbad an der Jahnstraße seit Montag für mindestens eine Woche geschlossen. „Wir beten jeden Tag, dass das alte Hallenbad hält“, sagte schon vor Monaten CSU-Bürgermeister Michael Müller. „Das sitzt uns im Nacken.“ Auch die Wassersportler schicken regelmäßig Stoßgebete gen Himmel. Sollte das Bad endgültig seinen Dienst quittieren, hätten sie keine Trainingsmöglichkeiten mehr. Auch die Schulen könnten ihren Kindern nicht mehr das Schwimmen beibringen.

Der Rathauschef hat immer wieder betont, dass Geretsried ein neues Hallenbad bauen wird. In welcher Größe, das soll sich endgültig in diesem Jahr entscheiden. „Irgendwann muss es zum Schwur kommen“, sagt Müller, ohne sich zeitlich festzulegen. Wie berichtet müsste die Stadt nach jetziger Planung jedes Jahr mehr als eine Million Euro zuschießen, um das interkommunale Hallenbad am Laufen zu halten. „Das können wir uns definitiv nicht leisten“, hat Müller klar gestellt. Das Defizit des alten Bads beläuft sich im Schnitt auf 500 000 Euro im Jahr.

Nur der Landkreis hat sich bislang dauerhaft verpflichtet

Bislang hat sich nur der Landkreis verpflichtet, sich dauerhaft an den Betriebskosten des Neubaus zu beteiligen, indem er jährlich 650 Stunden für seine Schulen bucht. Die sieben Nordlandkreiskommen (Wolfratshausen, Icking, Münsing, Eurasburg, Egling, Königsdorf und Dietramszell) zahlen nur für die Stunden, die ihre Schulen das Bad tatsächlich belegen.

Die Stadt Geretsried hat inzwischen Berechnungen angestellt, inwieweit sich die Nachbarn an den Betriebkosten beteiligen müssten, damit sich das jährliche Defizit auf ein „erträgliches Maß“ (Müller) reduziert. Konkrete Zahlen will der Bürgermeister nicht nennen. „Das muss noch ausdiskutiert werden“, sagt er. Nur so viel: „Die Berechnung erfolgt in Anlehnung an den Königsteiner Schlüssel.“ Darin ist festgelegt, wie die einzelnen Bundesländer an gemeinsamen Finanzierungen zu beteiligen sind. Der Anteil richtet sich zu zwei Dritteln nach dem Steueraufkommen und zu einem Drittel nach der Bevölkerungszahl des Landes.

Geretsried und Wolfratshausen müssten die meiste Last tragen

Auf das interkommunale Hallenbad angewendet, würde dies bedeuten, dass nach Geretsried die Stadt Wolfratshausen die größte Last an den Betriebskosten zu tragen hätte. Dort war aber schon der Zuschuss zu den Investitionskosten, der sich nach der Zahl der Schulsportklassen berechnet, höchst umstritten. Müller will nun das Gespräch mit seinen Amtskollegen suchen. Danach muss das Thema in jedem der sieben Ratsgremien einzeln beraten werden. Der Verhandlungsmarathon über die Investitionskosten zog sich mehr als zwei Jahre hin.

sas

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