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Bunte Bilder: Noch existiert das interkommunale Hallenbad nur auf dem Papier. Läuft alles nach Plan, könnte es im Jahr 2020 eröffnet werden.

Auf Zielgerade eingebogen

Interkommunales Hallenbad könnte 2020 öffnen

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Geretsried - Es war noch nicht der finale Baubeschluss. Doch auf die Zielgerade ist der Stadtrat am Dienstag eingebogen. Im Frühjahr 2018 könnte der Bau des interkommunalen Hallenbads beginnen.

Unter dem Vorbehalt, dass der Landkreis und die anderen beteiligten Kommunen der entsprechenden Zweckvereinbarung zustimmen, bekräftigte der Geretsrieder Stadtrat am Dienstag seinen Beschluss zum Bau eines gemeinsamen Schul- und Sportbades für den Nordlandkreis. Auf dieser Grundlage werden ab 2017 insgesamt 13,62 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt.

Zur Sitzung wurde die aktualisierte Kostenberechnung vorgelegt. Die letzte stammte noch aus dem Jahr 2013 und belief sich auf 11,85 Millionen Euro. Weil allein die Baukosten pro Jahr um 2,5 Prozent steigen, beläuft sich die Investititionssumme nun auf 13,62 Millionen Euro – ein Plus von 1,8 Millionen Euro oder 14,8 Prozent. Der Landkreis und die anderen beteiligten Kommunen wurden bereits per E-Mail über die Entwicklung informiert.

Die Geretsrieder Stadträte nahmen die Zahlen nur zur Kenntnis. Einzig Lorenz Weidinger (Freie Wähler) merkte an, dass man die Steigerung nicht allein auf die höheren Baupreise zurückführen könne. „Da sind schon ein paar Dinge drin, die geklärt werden müssen“, sagte er. Ansonsten freute sich Weidinger wie das gesamte Gremium, dass es endlich vorwärts geht: „Toi. Toi. Toi. Packen wir’s an.“

Im nächsten Schritt wird nun gemeinsam mit dem Landratsamt die Zweckvereinbarung ausgearbeitet, in der die Verteilung der Investitions- und der Betriebskosten sowie die Nutzungsgebühren geregelt sind. Dieses Papier kommt dann noch einmal zur Abstimmung in den Kreistag sowie in die Ratsgremien von Wolfratshausen, Eurasburg, Egling, Münsing, Königsdorf und Dietramszell. Wolfratshausen hatte sich wie berichtet erst vor vier Wochen und auf Druck aus der Bürgerschaft zu einem Ja zum interkommunalen Hallenbad durchgerungen.

An der Planung hat sich gegenüber 2013 nichts geändert. Das neue Hallenbad soll direkt neben dem Schulzentrum an der Adalbert-Stifter-Straße gebaut werden. Die Rodung des Waldstückes erfolgt im Herbst nächsten Jahres oder spätestens Anfang 2018. Das Bad besteht aus zwei Hallen. In der großen befinden sich ein Wettkampfbecken mit fünf Bahnen und ein Sprungbecken mit einer Drei-Meter-Plattform. In der kleinen Halle entstehen ein Lehrschwimmbecken sowie ein Planschbecken. Die geplante Sauna ist nicht Bestandteil des interkommunalen Hallenbads. Diese soll eventuell mit einem privaten Investor realisiert werden.

Stadtarchitekt Christian Müller versicherte, dass man das Projekt sehr gründlich vorbereiten werde. „Wir sind ja nicht der Berliner Flughafen“, scherzte er. Bürgermeister Michael Müller (CSU) fügte augenzwinkernd hinzu: „Wir wollen ja keine Bruchlandung hinlegen, sondern nur Baden gehen.“ Im Jahr 2020 könnte es soweit sein.

sas

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