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Traurige Corona-Nachricht: Winter-Tollwood abgesagt - obwohl es kurz zuvor noch Hoffnung gab

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Beim SPD-Stadtgespräch war man sich einig: Für die Nutzung des neuen Hallenbads dürfen von den Vereinen keine Gebühren verlangt werden.
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Beim SPD-Stadtgespräch war man sich einig: Für die Nutzung des neuen Hallenbads dürfen von den Vereinen keine Gebühren verlangt werden.

SPD und Vereine sprechen sich erneut gegen Nutzungsgebühren aus

Interkommunales Hallenbad: Zeigt der öffentliche Druck Wirkung ?

  • vonPeter Herrmann
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Gegen das Vorhaben der Stadt, von den Vereinen Nutzungsgebühren für das neue Hallenbad zu verlangen, regt sich weiterhin Widerstand.

Geretsried – Die knappe Entscheidung des Sportausschusses, dass Vereine für die Nutzung des neuen interkommunalen Hallenbads Gebühren zahlen sollen, schlägt weiterhin hohe Wellen. Beim SPD-Stadtgespräch am Sonntag in der Gaststätte Isarwinkel kamen neben Parteimitgliedern auch Vertreter der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), des Wasserball- und Schwimmvereins (WSV) 72 und der Reha-Sport-Freunde zu Wort.

WSV-Schwimmtrainerin Terke Stapf räumte ein, dass sich die Stadt mit der Errichtung des interkommunalen Hallenbads eine große Herausforderung und zugleich Verantwortung aufgebürdet habe. „Davor schrecken viele andere Kommunen aufgrund der hohen Kosten zurück“, sagte sie anerkennend. Sorgen bereitet ihrem Verein jedoch das noch nicht ausgearbeitete Belegungsmanagement und die Erhebung von Nutzungsgebühren.

DLRG-Ortsvorsitzender Maiko Alpers und Schatzmeister Martin Gerling bekräftigten erneut, dass sich ihr Verein nicht auf eine finanzielle Vorleistung von rund 6000 Euro pro Monat einlassen könne, um dann auf eine teilweise Rückerstattung am Jahresende zu warten. Alpers verwies darauf, dass viele Kinder das Schwimmen heute nicht mehr in der Schule erlernen. „Viele Lehrer gehen nicht mit Kindern ins Becken, wenn die Hälfte davon Nichtschwimmer sind“, so der DLRG-Chef. Die Angst, für einen Unfall haftbar gemacht werden, sei einfach zu hoch. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge kommt für den DLRG-Vorstand nicht infrage. „Unsere Schnelle-Einsatz-Gruppe zahlt ohnehin schon ihre Ausrüstung selbst und darf deshalb nicht weiter belastet werden“, erklärte Alpers.

Der ehemalige Wolfratshauser SPD-Bürgermeister Reiner Berchtold erinnerte daran, dass während seiner Amtszeit auch in der Nachbarstadt kontrovers über Nutzungsgebühren diskutiert worden sei. „Rettung und Katastrophenschutz gehören aber zu den Pflichtaufgaben einer Kommune: Sie kommen der Allgemeinheit zugute“, gab er zu bedenken. Berchtold empfahl deshalb, Vereinen mit diesen Zielsetzungen keine Nutzungsgebühren aufzubürden.

Eine Vielzahl der Bürger sieht das genauso. So sammelten die Schwimmvereine im Rahmen einer Petition innerhalb von nur zwei Wochen 2500 Unterschriften. „Wir hätten wahrscheinlich 8000 zusammenbekommen, wollen jetzt aber nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen und haben deshalb die Aktion beendet“, sagte Alpers. Aufgrund des hohen öffentlichen Drucks könnte es sogar möglich sein, dass sich eine Mehrheit der Stadträte in einem der kommenden Ausschüsse gegen die Erhebung von Nutzungsgebühren entscheidet, sagte SPD-Stadtrat und Sportreferent Wolfgang Werner. Denn letztlich gehe es nur um einen Betrag von 30 500 Euro, den die Stadt den Verein erlassen könnte. „Wir stehen als Schul- und Sportstadt trotz Corona-Krise finanziell gut da und können uns das leisten“, ist sich Werner sicher. SPD-Ortsvorsitzender Martin Bruckner brachte die Meinungen nach dem anderthalbstündigen Stadtgespräch auf den Punkt: „Wir sind uns alle einig, dass wir die hundertprozentige städtische Finanzierung benötigen.“

Lesen Sie auch: Gegen Gebühren im neuen Hallenbad: „Allianz Wassersport Geretsried“ startet Petition

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