+
Gefährlich nahe kommt die Isar dem Hochufer im Bereich des Tennisclubs. Um zu verhindern, dass der dortige Spazierweg abrutscht, wird der Uferschutz ab nächster Woche saniert.

Sanierungsarbeiten an der Isar in Geretsried

Hochufer droht abzurutschen

Geretsried - Der Isar-Wanderweg in Geretsried droht abzurutschen. Ab Montag soll deshalb der Uferschutz saniert werden.

Laut einer Pressemitteilung des Wasserwirtschaftsamtes Weilheim besitzt die Isar in Geretsried eine der wenigen noch intakten Umlagerungsstrecken im nördlichen Teil des Landkreises. „Das heißt, das Gewässer kann sich im Flusstal frei bewegen“, erklärt der Leitende Baudirektor Roland Kriegsch. Gerade diese Tatsache wird den dortigen Anlagen manchmal zum Verhängnis. „Verlief die Isar vor einigen Jahrzehnten weit entfernt vom westlich gelegenen Wanderweg entlang der Isar, hat sie sich in den letzten Jahren immer mehr auf den Weg zubewegt und in den Böschungsfuß gegraben“, so Kriegsch. „Der dort vorhandende Uferschutz wurde teilweise bereits abgetragen.“

Das Problem wurde erstmals vor zwei Jahren bekannt. Damals übernahm die Stadt die Verkehrssicherungspflicht für den sehr beliebten Spazierweg am Hochufer (wir berichteten). Der Isartalverein als Betreiber hatte den Pachtvertrag gekündigt, und der Tennisclub als Grundstückseigentümer wollte die Verantwortung nicht tragen, sollte dort etwas passieren. Weil der Weg drohte, in die Isar zu fallen, verlegte ihn die Stadt in einem Teilstück weiter weg von der Böschungskante. Zudem wurde mit dem Wasserwirtschaftsamt über einen Uferverbau verhandelt.

„Nachdem die Hauptströmung der Isar derzeit am westlichen Ufer verläuft, ist die Gefahr einer weiteren Erosion mit Bedrohung des Wegs und der dort vorhandenen Tennisanlage immer noch gegeben“, erklärt Kriegsch. Dieser Gefahr soll nun durch die Sanierung des in die Jahre gekommenen Uferschutzes begegnet werden. Dazu werden Wasserbausteine eingebaut, die auf sogenannte Schroppen – klein gebrochene, kantige Steine – gesetzt werden. Sie sollen die Böschung stabilisieren.

Wegen der enormen Höhe der Böschung können die Arbeiten nicht von der Oberkante aus ausgeführt werden. Das heißt, Geräte und Material müssen zuerst in das Flussbett gebracht werden. Kriegsch: „Mit der Unteren Naturschutzbehörde wurde ein Weg festgelegt, über den die Bagger in die Isar hineinfahren können. Das Material wird an einer geeigneten Stelle über die Böschung ins Isarbett befördert.“ Erste Vorbereitungen laufen. Die eigentlichen Arbeiten sollen nächste Woche beginnen und dauern voraussichtlich vier Wochen. Sie werden von der Flussmeisterstelle Lenggries des Wasserwirtschaftsamtes durchgeführt. Laut Kriegsch haben die Untere Naturschutzbehörde und die Fischereiberechtigten der Maßnahme zugestimmt.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wolfratshauser (76) radelt den Jakobsweg
6639 Kilometer in 61 Tagen: Diese Strecke hat Heinz Kuhn aus Wolfratshausen kürzlich zurückgelegt. Der 76-Jährige ist auf dem Jakobsweg von Wolfratshausen bis ans Kap …
Wolfratshauser (76) radelt den Jakobsweg
Lkw übersieht Radfahrer - mit einem fleißigen Schutzengel
Beim Abbiegen hat ein Lkw-Fahrer einen Radfahrer übersehen. Der Radfahrer erlitt schwere, aber zum Glück keine lebensgefährlichen Verletzungen.
Lkw übersieht Radfahrer - mit einem fleißigen Schutzengel
Wolfratshauser Schießstättstraße nachts gesperrt
Die Schießstättstraße ist seit Jahren eine der am meisten frequentierten Strecken in der Flößerstadt. Nun muss sie bis Mittwoch, 30. August, nachts gesperrt werden.
Wolfratshauser Schießstättstraße nachts gesperrt
Pfarrer Bierprigl bekommt einen Gedenkstein
Am Namenstag des Heiligen Sebald wurde der Gedenkstein für Eglings verstorbenen Pfarrer Franz Bierprigl auf dem Dorfplatz eingeweiht. Pfarrer Manfred Wurzer möchte das …
Pfarrer Bierprigl bekommt einen Gedenkstein

Kommentare