Familien gehen Wandern
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Endlich wieder gemeinsam wandern: Das wünschen sich die Vereinsmitglieder.

Der Ausflug an die Mosel steht

Isartal-Wanderer hoffen auf einen baldigen Start

  • Doris Schmid
    vonDoris Schmid
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Seit 42 Jahren gibt es die Isartal-Wanderer in Geretsried. Obwohl sich die Mitglieder naturgemäß oft an der frischen Luft aufhalten, sehen sie sich aufgrund der Corona-Pandemie trotzdem nur selten und dann im kleinen Kreis.

Geretsried/Bad Heilbrunn – Noch lassen die Kontaktbeschränkungen keine Treffen größerer Gruppen zu. Das ist auch der Grund, warum die anstehenden Neuwahlen immer wieder verschoben werden müssen, wie uns Vize-Vorsitzende Anna Maria Föhlisch (57) aus Bad Heilbrunn berichtet.

Frau Föhlisch, eigentlich kommen die Isartal-Wanderer einmal im Monat zum Stammtisch zusammen. Das geht aufgrund der Corona-Pandemie seit Längerem nicht mehr. Gibt es virtuelle Treffen?

Föhlisch: Wir sind ein Verein mit einem relativ hohen Altersdurchschnitt. Da ist natürlich nicht viel mit Videokonferenzen. Ich selbst tu mich da hart. Und mit einem 80-Jährigen brauche ich das nicht zu machen. Wir sehen uns in der Vorstandschaft ab und zu. Aber unsere Mitglieder sehen wir gar nicht mehr. Das ist wirklich sehr schade.

Anna Maria Föhlisch Vize-Vorsitzende.

Macht jeder seinen eigenen Wanderausflug?

Föhlisch: So ungefähr. Vom Verein aus haben wir eine kleine Wandergruppe organisiert, je nachdem, was gerade erlaubt ist. Aber mehr als zehn Leute sind wir nie. Wir gehen dann eine kleine Runde, wie beispielsweise an diesem Tag. Wir sind einmal um Gelting herumgewandert. Das Einzige, was regelmäßig bei allen eintrudelt, sind die Absagen, die unsere Schriftführerin verschickt. Unser Vereinsleben steht still.

Das ist wirklich schade.

Föhlisch: Ja, das bedauert jeder. Seit November ist das so. Es gibt keine Stammtische und keine Ausflüge mehr, die wir normalerweise einmal im Monat machen. Das ist schon heftig.

Wann wollen Sie wieder loslegen?

Föhlisch: Das geht im Prinzip erst, wenn die Gasthäuser geöffnet haben und wir uns alle treffen können. Im Januar wollten wir einen neuen Vorstand wählen, weil unser Vereinschef Karl Rehm gesundheitlich nicht mehr so auf dem Damm ist. Das schieben und schieben wir.

Lohnt es sich, für 2021 Pläne zu schmieden?

Föhlisch: Sicher! Und Pläne haben wir auch gemacht. Unser Vereinsausflug an die Mosel steht, da ist alles gebucht. Und wir bieten jedes Jahr drei geführte Wanderungen mit 50 bis 100 Teilnehmern an. Gut, die erste am 8. Mai um den Riegsee haben wir absagen müssen. Aber wir hoffen, dass wir die nächste Wanderung veranstalten können. Sie ist für den 18. Juli geplant. Los geht’s in Huglfing. Und im September wollen wir in Ascholding wandern. Die Frage ist nur, mit welchen Auflagen wir diese Wanderungen veranstalten können und ob wir das als kleiner Verein leisten können.

Wirkt sich das eingeschränkte Vereinsleben auf die Zahl der Mitglieder aus?

Föhlisch: Wegen der Corona-Pandemie? Nein. Das hat eher Altersgründe. Aber wir haben auch keine neuen Mitglieder dazugewonnen. Wie soll man denn Werbung machen, wenn man nicht die Möglichkeit dazu hat? Darum sind wir über dieses Interview froh. Wenn wir wieder dürfen, treffen wir uns jeden dritten Montag im Monat um 19.30 Uhr im Gasthof Geiger. Gäste dürfen gerne dazukommen. Und jeden Monat machen wir einen Ausflug, zum Beispiel zu einer Wildfütterung, zur Wieskirche oder auch nach München zu einer Stadtführung.

nej

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