Für den guten Zweck: Adi Stahuber und seine Isartaler Blasmusik spielen am kommenden Samstag ab 17 Uhr auf dem Karl-Lederer-Platz.
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Für den guten Zweck: Adi Stahuber und seine Isartaler Blasmusik spielen am kommenden Samstag ab 17 Uhr auf dem Karl-Lederer-Platz.

Benefiztournee

Isartaler Blasmusik mit prominenten Gästen in Geretsried: „Wie alle Musiker lechzen wir nach Auftritten“

  • Andrea Weber
    VonAndrea Weber
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Für den guten Zweck und mit bester Laune: Die Isartaler Blasmusik macht auf ihrer Isar-Reise einen Zwischenstopp in Geretsried. Im Interview verrät Adi Stahuber auf welche Promi-Gäste man sich freuen darf.

Geretsried/Baierbrunn – Mit ihrem Tourneebus fährt die Isartaler Blasmusik derzeit entlang des Isarlaufes vom Ursprung bis zur Mündung. Auf einer Wegstrecke von 292 Kilometern geht es bis zum 25. Juli von einem Konzertauftritt zum nächsten, von Scharnitz bis nach Plattling. Die erste Isartaler Sommerreise ist eine Benefiztournee zugunsten der Aktion Sternstunden des Bayerischen Rundfunks.

Am Samstag, 10. Juli, machen die Musiker Halt auf dem Geretsrieder Karl-Lederer-Platz. Unsere Mitarbeiterin Andrea Weber sprach mit Kapellmeister Adi Stahuber über die Tournee und das Reisegepäck.

Herr Stahuber, Sie sind gerade mit Ihrer Isartaler Blasmusik unterwegs. Wo geht die Reise hin?

Stahuber: Jedenfalls nicht in ferne Länder. Bis vor Kurzem war das Reisen nicht möglich. Wir planten trotzdem, weil wir sagen, ohne Planung geht wieder ein Jahr ohne Publikum verloren. Wie alle Musiker lechzen auch wir nach Live-Auftritten und Applaus. Es entstand die Idee der Isartaler Sommerreise entlang der Isar. Wir spielen an außergewöhnlichen Orten und sammeln spenden für die Sternstunden des Bayerischen Rundfunks. Denn die Kinder sind es, die in dieser Pandemie am schlimmsten betroffen sind. Wir möchten helfen. Die Konzerte sind kostenlos, aber es wird um Spenden gebeten.

Was heißt „außergewöhnliche Auftrittsorte“?

Stahuber: Das sind Orte, an denen man eine Blaskapelle normalerweise nicht vermutet. Zum Beispiel spielen wir am 10. Juli im Biergarten der Musikkneipe Jail House in Bad Tölz direkt an der Isar und am 17. Juli im Garten der Kunstgalerie Hollerhaus in Irschenhausen.

In Geretsried machen Sie am Abend des 10. Juli Halt.

Stahuber: Wir pflegen eine lange Freundschaft zu Geretsried. Denn dort leben viele gute Musiker, dort haben wir eine große Fan-Gemeinde und dort hat der Blasinstrumentenbau lange Tradition. Unser erster Flügelhornist war ein Geretsrieder.

Was haben Sie auf Ihrer Sommerreise musikalisch im Gepäck?

Stahuber: Wir adressieren den Sommer, dazu gehören natürlich auch italienische Nummern, Swing und Bigband-Musik. Wir spielen ein breites Repertoire von eineinhalb Stunden. Und wenn wir nicht gleich nach dem Konzert weitermüssen, dann gibt es auch gerne noch Zugaben.

Das ist sicher ein logistischer Aufwand mit so einer großen Kapelle?

Stahuber: Wir sind zwoa Madl und 13 Buam. Wir kommen an, steigen aus, bauen auf, machen Musik, und wenn uns die Leute wieder loslassen, mach’ma noch eine Brotzeit und dann geht’s weiter.

Sie haben Spitzenmusiker mit an Bord?

Stahuber: Ja, das kam so: Zuerst hat unsere Grafikerin ein Plakat entworfen und ein Saxofon prominent ins Bild gesetzt. Also dachte ich mir, es gibt ja eine Reihe von Weltklasse-Saxofonisten entlang der Isar – vielleicht unterstützen sie ja das Projekt. Und tatsächlich: Wir haben Mulo Francel von Quadro Nuevo, Bernhard Ullrich, Soloklarinettist und musikalischer Leiter des Orchesters Hugo Strasser, sowie Jazzmusiker und Komponist Klaus Doldinger mit an Bord, die quasi an verschiedenen Orten als Gastmusiker einsteigen werden. Das freut mich sehr.

Und wenn alles klappt …

Stahuber: … dann geht’s im kommenden Jahr vielleicht die Donau oder den Rhein hinab – wir freuen uns auf unser Publikum.

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Die Isartaler Blasmusik spielt am Samstag, 10. Juli, ab 17 Uhr auf dem Karl-Lederer-Platz. Der Platz ist bestuhlt, es gibt ein Catering. Eine Reservierung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden für die Aktion Sternstunden gebeten. Bei schlechtem Wetter wird das Konzert in den Saal der Ratsstuben verlegt.

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