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„Jauchzet, frohlocket“: Der Andrang zur Aufführung von Bachs vielleicht berühmtestem Werk war bemerkenswert.

Ein besinnliches Sich-Einlassen

Isura-Madrigal-Chor singt Bachs Weihnachtsoratorium

Geretsried – Es war mehr als nur ein Konzerterlebnis: Am Sonntagnachmittag präsentierte der Isura-Madrigal-Chor mit dem Münchner Ensemble Lodron das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in der voll besetzten Maria Hilf Kirche.

Dieses Ereignis wollten sich viele Gäste nicht entgehen lassen, und so füllte sich zusehends die Kirche Maria Hilf in Geretsried bis auf den letzten Platz. Es war ein besinnliches Sich-Einlassen auf die geistige Botschaft des Komponisten Bach, mit mehr als 50 mitwirkenden Sängern, Solisten und Musikern.

Das Weihnachtsoratorium ist die von Bach musikalisch interpretierte Erzählung der Heiligen Nacht nach Lukas und Matthäus. Der große Komponist schrieb es im Jahr 1734 in sechs Kantaten, die verschiedenen Festtagen um Weihnachten gewidmet sind. Bei diesem Konzert wurden die erste Kantate für den ersten Weihnachtstag, die fünfte für den Sonntag nach Neujahr und die sechste des Epiphaniasfests in einem eineinhalbstündigen Kirchenkonzert zusammengefasst. Gefühlvoll und beeindruckend wird durch die Musik beschrieben, wie sich die Menschen, ob arm oder reich, egal welcher Hautfarbe und sozialer Stellung, auf den Weg machten, um den Erlöser zu finden, in der Hoffnung auf Frieden. Was sie finden, ist ein neugeborenes Kind mit seinen Eltern im Stall.

Der Isura-Madrigal-Chor eröffnete mit „Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage“. Mit diesem fröhlichen, mehrstimmigen Gesang führten die Musiker die Zuhörer musikalisch in die Geschichte ein. In Bachs Weihnachtsoratorium übernehmen die Solisten eine tragende Rolle in der Handlungsführung, etwa als Engel, Hirten und Weisen.

Vier hochkarätige Solisten hatte Dirigent Buxbaum eigens für dieses Konzert engagiert: Der Japaner Taro Takagi (Tenor) sang mit glockenklarer Stimme den Evangelisten Lukas. Anja-Maria Luidl (Alt) interpretierte mit samtweichem Mezzosopran die Geburt Jesu. Thomas Stimmel, der in Icking aufwuchs, wird für seinen außergewöhnlichen Bariton inzwischen international geschätzt. In seiner Stimme lag die Macht und Bedrohung eines Herodes. Mit heller Engelsreinheit sang Roswitha Schmelzl (Sopran) die Passagen, die sich um das Jesuskind drehen.

Der Isura-Madrigal-Chor mit gut 40 Mitgliedern schloss mit seiner beeindruckenden Fähigkeit, Gefühl, Seele, Stimmung durch tonale Klangfärbungen zu erzeugen, quasi eine mehrstimmig gesungene Klammer um die einzelnen Kantaten. Mit der instrumentalen Basis des Ensembles Lodron wurde daraus ein gänzlich imposantes Konzert.

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