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Tapfere Frau: Jacky aus Geretsried leidet an aggressivem Brustkrebs. Es gibt keine Heilungschancen.

Benefizaktion unserer Zeitung

Jacky bittet um Geld für ihre eigene Beerdigung

Geretsried – Die alleinerziehende Jacky ist an einem besonders aggressiven Brustkrebs erkrankt. Laut den Ärzten gibt es keine Chance auf Heilung. Nun ist ihr letzter Wunsch eine schöne Beerdigung.

Schon mehrmals haben wir über das Schicksal der 26-jährigen Jacky berichtet. Die alleinerziehende Mutter einer Tochter (8) erkrankte im Juni 2015 an einer besonders aggressiven Form von Brustkrebs. Mit Chemotherapien, Operationen und Bestrahlungen gelang es den Ärzten zwar, das Karzinom zu entfernen, doch knapp ein Jahr später bildeten sich Metastasen in der Wirbelsäule, der Hüfte, den Schultern und den Rippen. Zur Zeit erhält die Geretsriederin wieder eine Chemotherapie. Ob sie anschlägt, wird sich erst Anfang nächsten Jahres bei einer Untersuchung zeigen. Nach Auskunft der Ärzte besteht keine Chance auf Heilung. „Die Metastasen sind bei mir in drei Monaten so schnell gewachsen wie bei anderen Patienten in einem Jahr“, sagt Jacky.

So optimistisch und lebensfroh Jacky auch sonst ist, glaubt sie nicht, dass sie noch lange leben wird. Deshalb hat sie bereits weitgehend alles geregelt für die Zeit nach ihrem Tod. Ihre Tochter Leonie wird bei Jackys Tante leben. Es mag ungewöhnlich klingen, doch die junge Mutter bittet diesmal um Spenden für ihre Beerdigung. „Ich möchte meiner Familie nicht zur Last fallen. Ich möchte nämlich eine schöne Beerdigung, eine Beerdigung für Leonie. Sie soll vorab den Sarg anmalen dürfen, sofern sie mag. Mein Grabstein soll bunt sein“, sagt Jacky. Demnächst möchte sie Kostenvoranschläge für das Begräbnis einholen. „Ich habe gehört, dass Bestattungen sehr teuer sind. Deshalb hoffe ich auf genügend Geldspenden, auch wenn es für viele ein unangenehmes Thema oder sogar ein Tabuthema ist.“ Sollte Geld übrig bleiben, kommt es auf alle Fälle auf Leonies Sparbuch. Jacky: „Sie lebt weiter und soll es in der Zukunft so gut wie möglich haben. Ihr sollen alle Wege offen stehen.“

Jackys Blog „Pinke Pusteblume“ auf Facebook verfolgen mittlerweile rund 4700 Menschen. Die Geretsriederin berichtet darin nicht nur über ihre Krankheit, sondern gewährt auch sehr persönliche Einblicke in ihr (Seelen-)Leben. Erst kürzlich veröffentlichte sie eine wunderschöne Liebeserklärung an ihren kleinen „Engel“ zu deren achtem Geburtstag. Diesen Freitag berichtet auch Radio Alpenwelle über Jackys Schicksal.

Von Tanja Lühr

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