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Der neue Vorstand: (v. li.) Zweiter Vorsitzender Boris Teubner, Vorsitzender Siegfried Lorz, Kassier Kornelia Kraus, Präses Thomas Neuberger, Eine-Welt-Beauftragter Bernhard Kraus und Gruppenbeauftragter Siegfried Gritzmann.

Etablierte Hilfsaktionen im vorigen Jahr

Kolpingfamilie wählt neue Vorstände

Geretsried – Etablierte Hilfsaktionen, neue Vorstände: Die Kolpingfamilie Geretsried hat sich kürzlich zu ihrer Jahresversammlung getroffen. Es gab viel zu berichten.

Geretsried – Der Nikolaus ist ein Kolperer. Immer im Dezember ziehen sich die Mitglieder der Kolpingfamilie Geretsried das rote Gewand des Heiligen über, kleben den weißen Vollbart an und besuchen die Familien. Das ist aber nur eine der vielen Aktionen, die die Kolpingfamilie regelmäßig organisiert. Höhepunkte im vorigen Jahr waren auch die Altpapiersammlung, bei der 36 Tonnen zusammen kamen. Bei der Gebrauchtkleideraktion sammelten die rund 50 Helfer zehn Tonnen Material. Das berichtete Vorsitzender Götz Hildebrand bei der diesjährigen Mitgliederversammlung. Es war seine letzte als Vorsitzender: Hildebrand trat bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen nicht mehr an.

Als die Kolpingfamilie das Thema „Asylsuchende in Deutschland – Was können wir tun?“ auf die Agenda setzte, herrschte laut Hildebrand „rege Teilnahme. Hier werden wir uns weiter engagieren und uns in irgendeiner Form beteiligen.“ Auch hinter den Kulissen bewegten die Mitglieder einiges: Das laufende Programm liegt wieder in Form eines Flyers vor und der Internetauftritt ist überarbeitet worden.

Die geplante Abstimmung der überarbeiteten Satzung muss allerdings für die nächste Jahresversammlung verschoben werden. Es gibt formale Probleme. „Aufgrund der Vorgaben des Diözesanverbandes in Köln gibt es noch einige Rechtsfragen“, erklärte Zweiter Vorsitzender Siegfried Lorz, der später zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde. Offen seien Fragen zum Beitragswesen. Diskutiert werden muss zudem noch über einen einzelnen Buchstaben: Es ist unklar, ob der Verein künftig als „Kolping-Familie“ oder „Kolpings-Familie“ firmieren soll.

Die Erträge aus ihren Aktionen, gut 10 000 Euro, nutzte die Kolpingfamilie für verschiedene soziale Zwecke. Bedacht wurden unter anderem einige Kindergärten. Eine zweckgebundene Spende erhielt zudem das ugandische Dorf Mulagi, das die Kolperer seit vielen Jahren unterstützen. Für diverse Renovierungsmaßnahmen und Bücher für das Schulprojekt wurden 5000 Euro zur Verfügung gestellt. „Die Wunschliste aus Mulagi ist groß“, erklärte Eine-Welt-Beauftragter Bernhard Kraus. „Eine Solaranlage ist geplant. Holz, Sand und Zement werden ebenso wie weitere Bücher und Literatur benötigt.“ Zuletzt konnten 41 Schüler in den Sparten Schreiner und Tischler, Kfz-Mechaniker, Schweißer und Betonierer ausgebildet werden.

von Eduard Hien

Ehrungen

Seit 40 Jahren sind Regina und Viktor Tazl Mitglied der Kolpingfamilie. Eine Urkunde mit Anstecknadel für 50-jährige Zugehörigkeit erhielt Siegfried Lorz.

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