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Fuß vom Gas heißt es künftig vor dem Champini-Kindergarten an der Jeschkenstraße. Die Stadt ordnet für diesen Bereich Tempo 30 an.

Mehrere Anträge diskutiert

Jeschkenstraße: Diesen Wunsch erfüllt der Bauausschuss

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Mit der Verkehrssituation an der Jeschkenstraße beschäftigte sich der Bauausschuss in seiner Sitzung am Dienstag. Bei Jan Klinger vom Bauamt kamen mehrere Anträge an. Nur bei einem stimmte das Gremium zu.

Tempo 30

Geretsried – Die Leitung des Champini-Kindergartens hatte in einem Schreiben gebeten, die Einführung von Tempo 30 in diesem Bereich zu prüfen. Dazu erklärte Klinger, dass nach der Straßenverkehrsordnung auf Hauptsammelstraßen –  und dazu gehört die Jeschkenstraße – Tempo 30 nicht vorgesehen ist. Andererseits hat die Stadt bereits vor den Schulen an der Adalbert-Stifter- und an der Richard-Wagner-Straße eine Ausnahme gemacht. In diesem Sinne plädierte Grünen-Stadtrat Volker Witte für eine Geschwindigkeitsbegrenzung, und zwar ab der Richard-Wagner-Straße bis zum Bunsenweg. Das aber ging den anderen Ausschussmitgliedern zu weit. Die Jeschkenstraße sei eine wichtige Zufahrt ins Gewerbegebiet, argumentierte Dr. Sabine Gus-Mayer (CSU). Über eine Tempo-30-Regelung vor dem Kindergarten könne man aber nachdenken – möglichst zeitlich begrenzt, ergänzte ihr Fraktionskollege Ewald Kailberth. Dieser Kompromissvorschlag fand auch Volker Wittes Zustimmung.

Zebrastreifen

Nicht erfüllt wird dagegen der Wunsch des Kindergartens nach einem Zebrastreifen (Kostenpunkt: 10 000 bis 15 000 Euro). Laut Klinger rechtfertigen weder die Anzahl der Betreuungsplätze (86) noch die Verkehrsbelastung einen Fußgängerüberweg. In der Morgenspitze rollen 155 Fahrzeuge über die Jeschkenstraße, in der Abendspitze 227. Ein Fußgängerüberweg sei aber erst ab 300 Fahrzeugen und 100 Fußgängern in der Spitze gerechtfertigt. „Wir haben an vielen Stellen Zebrastreifen gebaut, die nicht diesen Richtlinien entsprechen“, räumte Klinger ein. Aber in diesem Fall leuchte ihm der Sinn nicht ein. Man würde damit nur in anderen Stadtgebieten Begehrlichkeiten wecken. Dem schloss sich Vize-Bürgermeister Hans Hopfner (SPD) an: „Gegenüber ist reines Industriegebiet. Wer da rübergeht, sind nur die Eltern, die auf der anderen Straßenseite stehen bleiben.“

Bushaltestelle

Ein weiterer Antrag betraf die Bushaltestelle „Schubertweg“. Derzeit fährt der Regionalbus von der Jeschkenstraße auf die Altvaterstraße, hält dort in der Busbucht und dreht dann eine Schleife um den Waldpark, um dann über den Brahmsweg wieder auf die Jeschkenstraße zu fahren. Der RVO hatte deshalb beantragt, die Bushaltestelle gleich an die Jeschkenstraße zu verlegen – was testweise auch versucht wurde. „Das gab einen Riesenaufschrei bei den Anwohnern“, berichtete Klinger. Unter anderem landete der Müll der wartenden Fahrgäste in den Vorgärten. Weil sich an der Jeschkenstraße einfach kein geeigneter Platz für eine Bushaltestelle findet, soll diese nun wieder an die Altvaterstraße zurückverlegt werden, beschloss der Ausschuss.

Parksituation

Zugespitzt hat sich durch die neue Wohnbebauung die Parksituation an der Jeschkenstraße. „Viele Anlieger beklagen sich, dass sie aufgrund parkender Auto nicht mehr aus ihren Ausfahrten rauskommen“, berichtete Klinger. Sie fordern deshalb ein Parkverbot. Sollte man dem nachkommen, so warnte der Bauamtsmitarbeiter, würde dies jedoch Begehrlichkeiten in anderen Stadtgebieten wecken. Außerdem könnten sich wiederum die Anlieger beschweren, die an der Straße parken. Der Ausschuss sah dies genauso und lehnte ein Parkverbot ab.

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