Karlsruhe erlaubt G20-Protestcamp - aber stark eingeschränkt

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Nach fünf Jahren Leerstand tut sich was: Das alte Kino im Untergeschoss dieses Gebäudes soll zu einem Fahrradladen mit Werkstatt umgebaut werden.

Helmut Oswald beantragt Nutzungsänderung

Nie mehr Filme: Wer ins alte Kino ziehen will

Geretsried – Möglicherweise werden im ehemaligen Kino bald Fahrräder verkauft. Der Entwicklungs- und Planungsausschusses (EPA) wird sich in seiner Sitzung am kommenden Montag, 19. September, um 17 Uhr im Rathaus mit einem Antrag auf Nutzungsänderung beschäftigen.

Der Antrag stammt von Helmut Oswald, der in Wolfratshausen ein Fahrradgeschäft betreibt und im alten Kino einen Verkauf und eine Werkstatt einrichten will. „Ich möchte dort eine Service- und Teststation errichten“, erläutert Oswald auf Nachfrage. Das Konzept sei ein anderes als in seinem Wolfratshauser Geschäft. „Es ist ein bisschen ausgeflippter und schräger als andere Läden“, meint der Geschäftsmann. Gerade junge Fahrradfahrer könnten daran Gefallen finden.

Über das alte Kino, das sich in der Nähe des Schulzentrums an der Adalbert-Stifter-Straße befindet, sagt er: „Wir haben uns in die Räumlichkeiten verliebt.“ Seinen Wolfratshauser Laden – der übrigens im gleichen Haus wie das Kino der Loisachstadt untergebracht ist – möchte Oswald „auf jeden Fall“ weiter führen. Den Standort in Geretsried sieht er als Ergänzung seines Angebots. „Dort können wir noch mehr Kundenbindung schaffen.“

In Geretsried gibt es bereits einige Fahrradhändler: GG Radsport am Marienburgweg, das Isartaler Zweiradhaus am Stern, den Radmeister in Gelting sowie einen weiteren Händler an der Böhmerwaldstraße. Angst vor Konkurrenz hat Oswald nicht. „Ich glaube nicht, dass es da zu Problemen kommt oder einer der bestehenden Läden Einbußen macht, wenn wir eröffnen“, sagt er.

Das alte Geretsrieder Kino steht seit über fünf Jahren leer. Wie berichtet wollte die Stadt Geretsried die Räumlichkeiten nutzen: In den Filmsälen Atelier und Cinema im Keller plante die Kommune, ein Depot für Museumsexponate einzurichten. Die Stadt fand einen anderen Ort: Die Exponate sind am Kirchplatz untergebracht.

von Dominik Stallein

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