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Gruselig: Josef Pretterer steht gemeinsam mit seinen mannshohen Figuren auf der Bühne, haucht ihnen Leben ein und spricht mit ihnen – hier mit den Allegorien von Gier und Geiz.

Schöne neue Welt

Puppentheater zum Thema Gentechnik

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Geretsried – Figurenkabarettist Josef Pretterer kommt nach Gelting. In seiner Darbietung nimmt er sich dem Thema Gentechnik an.

Quasi als Warming-Up auf die diesjährigen Geretsrieder Kulturtage PiPaPo vom 22. bis 27. November kommt erstmals Figurenkabarettist Josef Pretterer am 12. November mit seinem Programm „Gen-ial“ in die Kulturbühne Hinterhalt. Dass es dabei auch mörderisch-bayerisch zugehen wird, wie der Titel des diesjährigen Kulturfestivals lautet, ist keine Frage, denn Josef Pretterer bringt seine lebensgroßen Bühnengenossen aus Nesselstoff und Pappmaché mit – Marke Eigenbau versteht sich.

In „Gen-ial“ macht sich der Münchner Puppenspieler vor allem Gedanken darüber, ob dank der Gentechnik schon bald die Menschen, Tiere und Pflanzen zu perfekten Lebewesen werden. In der Rolle des Großvaters Brandner Sepp erklärt er seinem Enkel Pascal die schöne neue Welt. Josef Pretterer ist stets mitten drin zwischen seinen bizarren, selbstgebauten Wesen und führt mit ihnen die Dialoge. Er schlüpft mit beiden Händen in die mannshohen Puppen und haucht ihnen so das Leben ein.

Jeder für sich ist ein grotesker Zeitgenosse, der beispielhaft für die Eigenheiten der Menschheit steht, „Geiz“ und „Gier“ zum Beispiel. Pretterers Puppenpartner zeigen die schönen und unschönen Seiten im Leben auf, freilich karikiert und überspitzt. Da gibt es unter anderem den „Xaver“, einen fleischigen Metzger, der fürs Hartgesottene zuständig ist. Dagegen längst resigniert und lammfromm zeigen sich die beiden „frustrierten Engeln“. Es kommt das Klonschwein „Jürgen“ vor, das mit seinem „Inneren Schweinehund“ kämpft. Und natürlich haben zu allererst einmal die „Eizelle“ und das „Sperma“ das Wort, denn sie sind doch schließlich diejenigen, welche im Grunde am Beginn des ganzen globalen Übels stehen.

So fratzenhaft und frech Pretteres Figuren auch sein mögen, man hat sie einfach lieb. Denn Pretterer selbst ist der geeignete Puppenpapa, der seine skurrilen Figuren zu Sympathieträgern macht. Der heute 67-jährige gelernte Illustrator steht seit seinem 50. Lebensjahr mit seinen Puppen auf der Bühne. Er hat inzwischen zahlreiche Programme entwickelt und 60 verschiedene Charakterköpfe erschaffen.

Pretterer bespielt die Bühnen des gesamten deutschsprachigen Raums. 2001 erhielt er den Ossi-Sölderer-Förderpreis der Mundart Freunde Bayern. Wobei zu beachten ist, dass der Künstler eigentlich ein waschechter Kölner ist. Mittlerweile lebt er aber schon lange in München.

Die Aufführung

Josef Pretterer gastiert mit seinem Programmn „Gen-ial“ am kommenden Samstag, 12. November, auf der Kulturbühne Hinterhalt. Beginn ist um 20 Uhr. Die Vorverkaufsstellen: Gummibärchenladen in Wolfratshausen, Sport Utzinger und Bücher Ulbrich in Geretsried, oder unter gitti@hinterhalt.de

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