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Grillfest im Garten: Rund 120 Besucher feierten das 25-jährige Bestehen der Förderstätte am Wünschel-Wald. 

Vom Keller in den Neubau

Jubiläum: 25 Jahre Förderstätte am Geretsrieder Wünschel-Wald

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Seit 25 Jahren gibt es die Behinderteneinrichtung am Wünschel-Wald in Geretsried. Die Jubiläumsfeier stand ganz im Zeichen der Inklusion.

Geretsried – Mit einem Provisorium im Keller des St.-Nikolaus-Wohnheims fing alles an. Heute ist die Förderstätte am Wünschel-Wald eine feste Einrichtung der Lebenshilfe im Landkreis, die Menschen mit schwerst mehrfachen Behinderungen betreut. Dieser Tage wurde das 25-jährige Jubiläum gefeiert – mit einem ungezwungenen Grillfest mit allen Betreuten, Ehemaligen, Eltern, Mitarbeitern und Offiziellen, das ganz im Zeichen der Inklusion stand.

Sinnvolle Betreuung für schwerst mehrfach Behinderte

Die schwerst mehrfach Behinderten, die nicht in den Oberland-Werkstätten arbeiten konnten, sollten damals sinnvoll betreut werden, erinnert sich Lebenshilfe-Sprecherin Susanne Gotzler an die Anfänge. Weil nach dem Bau des St.-Nikolaus-Wohnheims an der Sudetenstraße ein Neubau nicht zu stemmen war, nahm die Förderstätte ihren Betrieb im Keller des Heims auf. Neun Menschen wurden zunächst betreut. Bis die Förderstätte eigene Räumlichkeiten beziehen konnte, sollten acht Jahre vergehen. Im April 2000 wurde schließlich ein großzügiger und zweckmäßiger Neubau am Wünschel-Wald an der Gustav-Adolf-Straße mit bestmöglichen Bedingungen seiner Bestimmung übergeben.

Heute werden in der Förderstätte 33 schwerst mehrfach behinderte Menschen von knapp zwei Dutzend Mitarbeiter betreut. Sie werden laut Gotzler nach individuell gestalteten Plänen in ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten unterstützt. „Der Ausbau der Mobilität, die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft, das sich Einbringen im Alltagsgeschehen nach ihren Möglichkeiten oder auch der Einsatz von unterstützten Kommunikationsmitteln, um sich mitteilen zu können, sind Kernkompetenzen“, ergänzt Einrichtungsleiterin Gabriele Grill. „Die versuchen wir zu fördern, auszubauen oder auch nur zu erhalten.“

Maibaum als Erinnerung

Beim Grillfest, zu dem rund 120 Gäste gekommen waren, dankte Grill den Betreuern für deren großes Engagement und die gute Zusammenarbeit. Die gute Arbeit wusste auch der Vorsitzende der Lebenshilfe, Prof. Dr. Martin Lechner, zu schätzen. „Ich bin von der Arbeit, die hier so gut geleistet wird, beeindruckt“, sagte Lechner, der sich zusammen mit dem Vize-Vorsitzenden Bernd Angermann und Vize-Bürgermeister Hans Hopfner unter die Gäste mischte. Für Musik sorgte die „Rolli-Gang“, eine Münchner Gesangstruppe, deren Mitglieder alle mit körperlichem Handicap leben.

Die Gäste waren zudem eingeladen, eine Erinnerung an das Fest zu gestalten: Ein Maibaum lag bereit, der bemalt und signiert wurde. Am Schminkstand wurden zahlreiche „Katzen“ und „Fantasygesichter“ gestaltet. Außerdem konnten die Anwesenden in dicken Fotoalben die Geschichte der Förderstätte Revue passieren lassen. Mit einem üppigen Kuchen- und Speisenbuffet genossen die Gäste das Fest im Garten bei lauem Sommerwetter.  

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