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Rundgang:  SPD-Bundestagskandidat Hannes Gräbner besuchte den Jugendtreff Ein-Stein und besichtigte mit Trägerverein-G eschäftsführer Rudi Mühlhans den Geretsrieder Stadtteil.  

SPD besucht Jugendtreff Ein-Stein

Jugendarbeit in Geretsried: Mühlhans fordert weniger Bürokratie

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Mit etlichen Problemen hat Rudi Mühlhans zu kämpfen, wenn es um die Jugendarbeit in Geretsried geht. Der Geschäftsführer des Trägervereins hat vor alle zwei Wünsche.

Geretsried – Rudi Mühlhans, Geschäftsführer des Trägervereins, wünscht sich weniger Bürokratie und dafür mehr Anerkennung für soziale Berufe. Am Mittwoch sprach er im Jugendtreff Ein-Stein mit einer achtköpfigen Delegation an Jungsozialisten um die Bundesvorsitzende Johanna Ueckermann und dem SPD-Bundestagskandidaten Hannes Gräbner.

Dilemme zwischen Bund und Landkreisen

„Das Dilemma ist, dass der Bund die Rahmen-Gesetzgebung macht und die Kommunen und Landkreise die Jugendarbeit finanzieren müssen“, sagte Mühlhans. Schwierig sei vor allem, dass nur einzelne Projekte unterstützt werden. Diese Praxis verursache einen „gigantischen Verwaltungsaufwand“. Als Beispiel nannte Mühlhans das Programm „Integration aktiv“. 

Zwei Jahre habe der Trägerverein warten müssen, bis feststand, dass die angepeilten Zuschüsse tatsächlich fließen. Mühlhans kritisiert: „Das BAMF gibt die Anschub-Finanzierung und hofft dann, dass es irgendwie weitergeht.“ Glücklicherweise habe die Stadt das Programm 2016 tatsächlich weitergeführt. „Statt ständig irgendwelche Förderprojekte anzuschieben, sollten die Kommunen finanziell so ausgestattet werden, dass sie finanziell eine gute Basis haben“, so Mühlhans. Der Trägerverein könne dann unbürokratisch mit der Kommune die Fördersumme aushandeln.

Mehr Anerkennung für soziale Berufe

Der Geschäftsführer forderte zudem mehr gesellschaftliche Anerkennung für Menschen, die in sozialen Berufen tätig sind. In dieser Hinsicht sei der Diesel-Skandal gar nicht so schlecht: „Die Leute sehen, dass es gar nicht so toll ist, was die Industrie macht.“

In den Anfangszeiten seien pro Tag mehr als 100 Besucher pro Tag in das Ein-Stein gekommen, berichtete Mühlhans. „Die ersten zwei Jahre sind wir stets am Rande der Katastrophe gewandelt.“ Die Mitarbeiter hätten „gekämpft ohne Ende, denn es gab da ein richtiges Vakuum. Es hieß immer wieder, dass es in Stein brodelt.“ Als der Jugendtreff eröffnet wurde, habe es von der Polizei schnell die Rückmeldung gegeben, „dass sich was verändert. Was aber nicht bedeutet, dass jetzt alle brav sind.“ Heute nimmt das Ein-Stein noch immer 30 bis 80 Besucher pro Tag auf.

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