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Schwer aktiv: Der im April vergangenen Jahres gewählte Jugendrat (Foto).

Unterhalten, helfen und diskutieren

Jugendrat schnürt sein Paket für 2016

Geretsried - Ein großes und ein kleines Projekt hat sich der Jugendrat für heuer vorgenommen. Unter anderem will er einen Abend beim Kulturherbst  bestreiten.

Am Donnerstagabend tagte der Rat erstmals im neuen Jahr. Auf der Tagesordnung standen die Projekte für 2016. Beschlossen wurde im vergangenen Jahr bereits, sich am Kulturherbst zu beteiligen. Laut Jugendreferentin Heidi Dodenhöft hat die Stadt einen Abend für die Jugend zugesagt, auch wenn das Konzept für das Festival noch nicht steht. Wie die Jugendlichen ihren Auftritt gestalten, müssen sie nun rechtzeitig überlegen. „Wir wollen nicht wieder unter einem solchen Zeitdruck stehen wie beim Kino-Open-Air vergangenen Herbst“, sagte Stadtjugendpflegerin Sonja Schütz.

Unterstützung für Asylbewerber-Helferkreis

Als kleineres, regelmäßiges Projekt wollen die zehn Jugendräte zur Integration von Asylbewerbern beitragen. Felix Leipold, auch Mitglied im Pfarrgemeinderat von Maria Hilf, schlug vor, das monatliche „Café International“ des Asylbewerber-Helferkreises in der Pfarrei zu unterstützen. Die Jugendräte wollen parallel zum Treffen der Erwachsenen etwas mit den Kindern und Jugendlichen unternehmen. Jeden Monat sollen zwei andere Jugendräte das anbieten, was sie gut können – der eine bastelt, der andere studiert einen Tanz ein, der dritte macht Spiele. Felix Leipold versprach, sich bei der Pfarrei zu erkundigen, ob das Angebot erwünscht ist und ob es dafür Räume gibt.

Außer diesen beiden Aktionen haben sich Kerstin Meier und Laura Diebl überlegt, ein Diskussionsforum für junge Leute aus Geretsried und Wolfratshausen auf die Beine zu stellen. Nicht nach dem Motto „Was sich Jugendliche wünschen“, weil das nach Meinung von Sonja Schütz nur Begehrlichkeiten wecken würde, sondern zu einem Thema.

Gesprächsrunde im Saftladen

Diskutieren sollen die Jugendlichen von Geretsried mit ihren gewählten Vertretern auch bei einer offenen Gesprächsrunde im Saftladen. Wie Heidi Dodenhöft berichtete, hat der Geschäftsführer des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit, Rudi Mühlhans, diesen Austausch vorgeschlagen. „Nach einem Jahr Jugendrat wäre es Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen“, meinte Dodenhöft. Dass im Geretsrieder Jugendrat auch vieles hinter den Kulissen passiert, wurde am Ende der Sitzung deutlich. Die Mitglieder haben für 2016 einen Fotokalender mit witzigen Motiven mit kommunalem Bezug wie zum Beispiel zur S-Bahn zusammengestellt. Den Kalender kann man aber nicht kaufen. Die Jugendräte haben jedem Stadtrat ein Exemplar gegen eine Spende überreicht, wie Julia Huptas berichtete.

Tanja Lühr

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