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In den Geretsrieder Saftladen ist wieder Leben eingekehrt. Aktionen wie diese - Richtig schminken für die Bewerbung - dürften momentan aber nicht erlaubt sein. Es gilt die Distanzregel. 

Hygienkonzepte sind fertig 

Saftladen und Co: Die Jugendzentren öffnen wieder

  • Volker Ufertinger
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Aufatmen bei Jugenlichen und Betreuern: Es kommt langsam wieder Leben in die Jugendzentren. Allerdings sind die Hygienekonzepte strikt zu beachten. 

Angela Heim vom Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried

Bad Tölz-Wolfratshausen – Nach Monaten des Wartens hat am Dienstag das Jugendzentrum Saftladen in Geretsried wieder geöffnet. „Wir sind alle sehr erleichtert, dass es weitergeht“, sagt Angela Heim vom Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried. „Die Jugendlichen haben sich nach und nach eingestellt und konnten das komplett neu aufgestellte Team kennen lernen.“ Es sei ein entspannter Abend mit guten Gesprächen gewesen. „Alle waren froh, dass der Saftladen wieder mit jugendlichem Elan gefüllt wurde.“ Am Donnerstagabend öffnete auch der Jugendtreff Ein-Stein seine Türen.

Voraussetzung war ein stimmiges Hygienekonzept, das der Trägerverein zusammen mit einem externen Berater erarbeitet hat. Es ist dem von Gaststätten durchaus ähnlich. Es gibt Eingangskontrollen, Maskenpflicht und Hinweise auf die Abstandsregel. Auch die Kontaktdaten der Jugendlichen werden erfasst, damit im Falle eines Falles die Infektionsketten zurückverfolgt werden können. „Meine Beobachtung am ersten Tag war, dass die Jugendlichen vieles schon ganz gut drin haben“, sagt Heim. „Abstand halten ist für viele offenbar schon selbstverständlich.“

Das Angebot muss deutlich abgespeckt werden

Die Öffnungszeiten im Saftladen bleiben die gleichen. Das Angebot aber wird notgedrungen ein wenig abgespeckt. „Konzerte zum Beispiel gehen im Moment einfach noch nicht“, so Heim. Arrangieren müssen sich die Saftladen-Besucher mit der Tatsache, dass wegen der gebotenen Distanz deutlich weniger Zugang haben als früher. „Zu normalen Zeiten haben wir schon mal 80 Besucher gehabt“, so Heim. Jetzt sind es maximal 30.

Noch nicht ganz so weit wie in Geretsried ist man in Wolfratshausen. „Wir warten jeden Tag darauf, dass wir das Go kriegen“, erklärt Sozialpädagogin Lisa Ettenberger. Sobald das Landratsamt das erarbeitete Hygienekonzept billigt, sind auch im La Vida die Türen wieder geöffnet. „Wir stehen in den Startlöchern.“

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Klar, dass es auch für das Team vom La Vida einen Riesenaufwand bedeutet hat, das Jugendzentrum coronatauglich umzugestalten. Es zu betreiben, könnte eine noch größere Aufgabe werden. Auch hier gilt, wie in Geretsried: Eingangskontrolle, tägliche Anwesenheitslisten, Mindestabstand, Begrenzung auf gut 20 Personen, Maskenpflicht und anderes mehr. Eine Hürde könnte nach Ettenbergers Einschätzung die Maskenpflicht darstellen, die in den Räumen des La Vida gilt. „Das finden einige lästig“, berichtet sie. Die Hälfte der Teilnehmer, die an einem Kunstprojekt teilnehmen wollten, habe aus diesem Grund abgesagt.

In Bad Tölz ist es am 9. Juni so weit

In Bad Tölz ist am Mittwoch eine Entscheidung gefallen: Das Jugendcafé an der Hindenburgstraße öffnet am Dienstag, 9. Juni, wieder, das Bürgerhaus auf der Flinthöhe eine Woche später am 15. Juni. Die gute Nachricht vor allem für die sportlich Ambitionierten: Das Angebot Open-House-Sport – von Yoga über Hip-Hop bis zum Boxtraininig – gibt es wieder, wenn auch zuerst nach Möglichkeit draußen. „Das ist sehr beliebt“, sagt die Pressesprecherin der Stadt Bad Tölz, Birte Otterbach.

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Wie auch die anderen Jugendzentren war es auch in Tölz zwingend nötig, ein Hygienekonzept zu erstellen. Dabei hat man sich an den Empfehlungen des Bayerischen Jugendrings orientiert. A und O wird es sein, Infektionsketten zurückverfolgen zu können. „Wir brauchen daher beim ersten Besuch der Jugendlichen unbedingt eine Einverständniserklärung der Eltern, dass wir die Kontaktdaten speichern dürfen“, so Otterbach. Das Formular ist auf Facebook und Instagram herunterzuladen, aber auch ganz analog im Jugendcafé erhältlich. 

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