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Mehr als ein Schreibtischjob: Als Stadtjugendpflegerin muss Christina Metz ihre vielfältigen Aufgaben im Blick behalten.

„Es ist meine größte Leidenschaft, mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten.“

Jung und engagiert: Christina Metz ist Stadtjugendpflegerin in Geretsried

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Mit dem Uniabschluss frisch in der Tasche hat Christina Metz eine verantwortungsvolle Aufgabe im Rathaus übernommen. Die 24-Jährige vertritt Stadtjugendpflegerin Sonja Schütz während der Elternzeit. Beim Sprung ins kalte Wasser war das Wasser nicht ganz so kalt, sagt die Dietramszellerin.

Geretsried – Bis auf ein braunes Notizbuch hat Christina Metz noch keine persönlichen Dinge auf ihrem Schreibtisch platziert. Dafür hatte die 24-Jährige bisher keine Zeit. Christina Metz, die in Schönegg wohnt und die Realschule in Geretsried besucht hat, arbeitet seit März als Stadtjugendpflegerin der Stadt Geretsried. In den ersten zwei Monaten hatte die junge Frau bereits gut zu tun.

„Die Vorbereitungen für den Kinder- und Jugendtag sind in den letzten Zügen“, sagt Metz. Keine Frage, dass sie am Sonntag persönlich vor Ort ist. Viel Energie steckte Metz aber vor allem in die Jugendratswahl. Als vier Jugendliche abgesprungen sind, musste die Bewerbungsfrist verlängert werden. Zwischenzeitig fürchteten schon viele das Aus des Gremiums. „Ich war aber eigentlich die meiste Zeit optimistisch“, sagt Metz. Der eine oder andere habe sich vielleicht nur nicht gleich getraut.

Deswegen machte sie in den vergangenen Wochen verstärkt Werbung für den Jugendrat. „Ich bin in die Schulen und zu den Vereinen gegangen“, berichtet die 24-Jährige. So kamen zehn Mädchen und Buben zusammen, die sich zur Wahl stellen. „Ich bin glücklich, dass der Jugendrat zustande kommt.“ Nach der Briefwahl von 22. Mai bis 8. Juni wird es die Aufgabe von Metz sein, das Gremium zu unterstützen.

An Erfahrung fehlt es der 24-Jährigen nicht. Sie leitet seit einigen Jahren eine Jugendgruppe des Bayerischen Roten Kreuzes in Dietramszell. Aus diesem ehrenamtlichen Engagement heraus entschied sie sich auch für das Studium der Sozialen Arbeit in der Katholischen Stiftungsfachhochschule in Benediktbeuern, das sie vergangenes Jahr abgeschlossen hat. „Es ist meine größte Leidenschaft, mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten.“

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Nach einem Praktikum in der Landesgeschäftsstelle des Jugendrotkreuzes kam die Stelle im Rathaus wie gerufen. „Mir liegt die Büroarbeit gepaart mit der Arbeit mit Jugendlichen“, sagt Metz. Bei der vielschichtigen Stelle im Rathaus sei die größte Herausforderung, „alles im Blick zu behalten“. Als Stadtjugendpflegerin arbeitet sie zum Beispiel ihre Mails ab und trägt die Veranstaltungen des Ferienpasses ein, verbringt aber auch viel Zeit fernab des Schreibtisches. „Im Sozialraum gibt es viele Vernetzungstreffen, Gremien und Konferenzen.“ Viele ihrer dortigen Kollegen hat Metz schon kennengelernt.

Und auch im Rathaus ist die 24-Jährige nicht ganz auf sich allein gestellt. „Mein Fachbereichsleiter hat immer ein offenes Ohr, und auch sonst findet sich immer jemand, der mir helfen kann.“ Sonja Schütz, die Metz vertritt, konnte die junge Frau allerdings nicht mehr einarbeiten. Beim Sprung ins kalte Wasser sei das Wasser aber dennoch nicht so kalt gewesen, sagt die Dietramszellerin. „Sonja Schütz hat mir ein Übergabeprotokoll mit 20 Seiten geschrieben – gefühlt kenne ich sie also schon.“ Pläne für die Zeit, wenn Schütz voraussichtlich aus der Elternzeit kommt, hat Metz noch nicht. „Ich konzentriere mich aufs Hier und Jetzt.“

Kinder- und Jugendtag

Die Stadt Geretsried und der Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried veranstalten am Sonntag, 6. Mai, zum zwölften Mal den Kinder- und Jugendtag. Von 14 bis 18 Uhr gibt es rund ums Jugendzentrum Saftladen ein buntes Programm zum Mitmachen. Bei schlechtem Wetter werden die Stände in die Turnhalle, Aula und den Außenbereich der Adalbert-Stifter-Mittelschule verlegt.

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