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Expedition beendet: Frank Irnich (re.) ist bereits auf dem Heimweg.

Höhenbergsteigen 

Kalte Füße

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Beginnende Erfrierungen: Frank Irnich muss seine Expedition an Everest und Lhotse abbrechen.

Geretsried/Bad Heilbrunn – Eine gute Woche herrschte Funkstille, und nicht wenige Freunde und Patienten begannen sich Sorgen zu machen um den Geretsrieder Physiotherapeuten Frank Irnich. Der 55-Jährige war im Everest-Lhotse-Gebiet unterwegs, wollte beide Gipfel besteigen (wir berichteten).

Es blieb beim Versuch, die Vernunft siegte. „Ich musste 100 Höhenmeter vor dem Lhotse-Gipfel wegen beginnender Erfrierungen an den Füßen umdrehen“, berichtet Irnich unserer Zeitung via WhatsApp. Zudem sei er knapp an einer Lungenentzündung vorbeigeschrammt. Mühsam schleppte er sich über vier Tage von 8400 Meter Höhe hinunter ins Basislager und fühlte sich „so müde, als hätte ich beide Gipfel geschafft“.

Danach wollte er nur noch heim – so schnell wie möglich. Denn nicht nur der Berg hat den gebürtigen Rheinländer ausgelaugt. Die vielen Fahrlässigkeiten der Expeditions-Agentur Seven Summit Treks – unter anderem die unzureichende Hygiene im Basecamp – seien zuletzt nicht mehr tragbar gewesen. „Wie die Verantwortlichen das gemanagt haben, war unglaublich. Und sie waren komplett resistent gegen Vorschläge und Bitten“, schreibt der Höhenbergsteiger.

Nachdem sich Irnich ausgeruht hatte, machte sich Irnich auf den Weg hinab in Nepals Metropole Kathmandu. Am Montag buchte er einen Flug zurück nach Deutschland. Wenn alles gut geht, ist er an diesem Dienstag wieder daheim in Bad Heilbrunn.

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