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Mit 2000 Euro unterstützt die Sparda-Bank das Projekt „Kampfesspiele“ an der Franz-Marc-Schule. Das Foto zeigt (hinten, v. li.) Robert Brandelik (Trainer), Stefanie Tomulla (Sparda-Bank Starnberg), Monika Schimnitz (Förderverein der Franz-Marc-Schule) und Martin Tiefenmoser (Schulleiter). 

"Kampfesspiele" gegen Gewalt

Projekt für Jungen an der Franz-Marc-Schule

Geretsried – „Kampfesspiele“ hört sich bedrohlich an, soll aber genau das Gegenteil bewirken. Unter diesem Namen läuft an der Franz-Marc-Schule ein Gewaltpräventions-Training für Jungen. Unterstützt wird das Projekt durch eine Spende der Münchner Sparda-Bank in Höhe von 2000 Euro.

Entwickelt hat die Methode Josef Riederle. „Im Training bekommen die Jungen die Möglichkeit, sich spielerische auszupowern und dabei Spaß zu haben“, erklärt Robert Brandelik, zertifizierter Kampfesspiele-Anleiter vom Institut „Kraftprotz“. Gleichzeitig lernen sie, respektvoll und fair miteinander umzugehen, und dies auch im Alltag umzusetzen. Dazu dienen laut Kursbeschreibung die Reflektion des eigenen Tuns und das Abrufen des „inneren Schiedsrichters“ vor und nach den Übungen.

Die Kurse an der Förderschule sind auf acht Teilnehmer begrenzt und richten sich ausschließlich an Schüler. Dadurch sollen sie in ihrem „Junge sein“ und ihrer Identitätsfindung gestärkt und gefördert werden, so Brandelik. „Durch die Auseinandersetzung mit männlicher Kraft und Dynamik lernen sie, ihre Kräfte besser einzuschätzen.“ Außerdem falle es den Buben leichter, über ihre Probleme zu sprechen, wenn keine Mädchen dabei sind. Und was ist überhaupt typisch männlich? „Hier gibt es viele verschiedene Facetten“, sagt der Trainer. Nach seiner Erfahrungen können auch Jungen durchaus weibliche Seiten haben. Sie zeigen Gefühle und unterstützen sich gegenseitig. 

sh

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