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Ausgebildet in den höchsten kanadischen Nachwuchsligen: Brett Schaefer, Sohn des früheren TuS-Stürmers Steven Schaefer, verstärkt in der kommenden Saison das Geretsrieder Eishockeyteam. 

Eishockey

Kanadischer Stürmer für den ESC - es ist der Sohn eines früheren Torjägers

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Schaefer? Die älteren Eishockeyfans werden sich noch gut an diesen Namen erinnern, ging doch ein gewisser Steven Schaefer für den damaligen Oberligisten TuS Geretsried an der Seite des späteren deutschen Nationalspielers Wayne Hynes (1993/94) beziehungsweise DEL-Profis Uli Liebsch und Paul Beraldo (1994/95) sehr erfolgreich auf Torejagd. Der Kontakt des gebürtigen Kanadiers, der nach weiteren Stationen in Waldkraiburg und Deggendorf in seine Heimat zurückgekehrt ist und heute als Bankmanager arbeitete, nach Oberbayern ist nie abgerissen.

Geretsried – Umso schöner ist es, dass sich jetzt 25 Jahre später der Kreis schließt: Schaefers Sohn Brett schnürt in der neuen Saison die Schlittschuhe für die River Rats in der Bayernliga. Weil der 21-Jährige in Deggendorf geboren ist, besitzt er neben dem kanadischen auch einen deutschen Pass, benötigt also keine Kontingentstelle. „Brett ist läuferisch hervorragend ausgebildet, verfügt über einen harten Schuss und eine gute Spielübersicht“, hat Peter Holdschik in Erfahrung bringen können.

Der 1,83 Meter große und 76 Kilogramm schwere Mittelstürmer steht seit seinem dritten Lebensjahr auf dem Eis, wurde im Nachwuchs der Waterloo Wolves ausgebildet und war in den höchsten kanadischen Nachwuchsligen aktiv. 2014 holte er mit seinem Heimatklub sowie in diesem Jahr mit den Waterloos Siskins den Meistertitel in der jeweiligen Junior-Hockey-League in Ontario. In der abgelaufenen Saison absolvierte er in der Punkt- und Playoff-Runde 75 Partien, in denen er auf insgesamt 19 Tore und 29 Vorlagen bei 52 Strafminuten kam. „Er wird ab Mitte August zum Team dazustoßen und freut sich wahnsinnig auf sein erstes Jahr in Europa“, sagt der 2. Vorsitzende des ESC über Schaefer, der mit seiner Freundin Megan nach Geretsried kommt.

Vom DNL-Team der Augsburger Panther kehrt Matthias Merker zu den River Rats zurück. 

Ein „echter“ Rückkehrer ist der zweite Neuzugang des Bayernligisten – Matthias Merker. Der 19 Jahre alte Stürmer stammt aus dem Geretsrieder Nachwuchs, wechselte aber früh nach Reichersbeuern und dann nach Tölz. Seit 2017 spielte er im DNL-Team der Augsburger Panther und kam in 78 Partien auf insgesamt 24 Scorerpunkte. Weil der lauf- und zweikampfstarke Offensivmann im September eine Lehre beginnt, möchte er Beruf und Eishockey bei den River Rats verbinden. „Es ist immer wieder schön, wenn junge Leute nach Geretsried zurückkehren und ihren Heimatverein unterstützen“, stellt ESC-Sprecher Kevin Olivo fest.

Auch Peter Holdschik freut sich auf diese beiden Neuzugänge, denen er jeweils eine Top-Ausbildung bescheinigt. „Sie bringen Frische, Qualität und Tiefe in unseren Kader, genau diese Art von Spielern braucht der ESC für die Zukunft“, betont der 2. Vorsitzende. „Ich bin mir sicher, dass wir noch viel Freude an ihnen haben werden.“ Nach Angaben des 49-Jährigen sind für die Offensive des Bayernligisten noch weitere Verpflichtungen und auch Vertragsverlängerungen in Aussicht. Möglicherweise werde der Klub hierzu bereits in den kommenden Tagen Vollzug melden.

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