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Aus zwei werden drei: Um neue Klassenzimmer zu schaffen, wird der Erweiterungsbau der Karl-Lederer-Grundschule um ein Geschoss aufgestockt.

Akuter Platzmangel

Karl-Lederer-Grundschule: Aufstockung kostet 2,5 Millionen

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Geretsried - Der starke Zuzug fordert seinen Tribut: Die Karl-Lederer-Grundschule muss dringend erweitert werden. Nächstes Jahr soll die Baumaßnahme erfolgen. Die Kosten werden auf 2,5 Millionen Euro geschätzt.

„Die Karl-Lederer-Grundschule platzt aus allen Nähten“, sagte Stadtarchitekt Christian Müller am Dienstagabend im Bauausschuss. Um zusätzliche Klassenräume zu schaffen, soll der Anbau, in dem sich unter anderem die Mittagsbetreuung befindet, um ein Geschoss aufgestockt werden. Den Vorentwurf stellte in der Sitzung der Architekt Peter Oppenheimer vor. Er hatte auch Regie geführt, als die Schule in den Jahren 2004 bis 2007 für rund acht Millionen Euro generalsaniert wurde. Damals wurde der Anbau bereits so konzipiert, dass eine spätere Aufstockung möglich ist.

Das hat nach den Worten von Oppenheimer erhebliche Vorteile: Das Gebäude ist optimal an die Schule angebunden, für die Erweiterung braucht es keinerlei Erschließungsmaßnahmen und auch keine neue Heizung oder Elektrik. Durch die Aufstockung gehen auch keine Pausenhofflächen verloren. Einziger Nachteil: Um die Abstandsflächen zur benachbarten Kirche einzuhalten und weil die Schneelasten zwischenzeitlich erhöht wurden, muss das Dach neu konstruiert werden. Die Dacheindeckung kann aber wiederverwendet werden. Die Gesamtkosten für die Aufstockung schätzt der Architekt auf 2,5 Millionen Euro brutto – „plus/minus 25 Prozent“. Mit Fördermitteln ist zu rechnen. Noch geprüft wird, ob sich eine Photovoltaikanlage auf dem Dach rechnet. Das wären zusätzliche Kosten von etwa 60 000 Euro.

Entstehen sollen in dem dritten Obergeschoss vier Klassenzimmer und ein größerer Gruppenraum plus die entsprechenden Sanitäreinrichtungen. Auf eine behindertengerechte Ausstattung wird verzichtet. Dazu müsste ein Außenlift angebracht werden, „was in keinem Verhältnis steht“, so Oppenheimer. Außerdem stehen für behinderte Kinder in der Schule genügend andere Räume zur Verfügung. Dafür werden die Klassenzimmer auf Wunsch der Schule mit sogenannten Dokumentenkameras ausgestattet. Mit diesen können Unterrichtsvorlagen aufgenommen und über einen Beamer an die Wand geworfen werden.

Der Ausschuss hatte an den Plänen nichts auszusetzen. Der Architekt wird nun bis Anfang nächsten Jahres den Entwurf samt Kostenberechung ausarbeiten und dann dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorlegen. Die Ausschreibung soll im März erfolgen, der Baubeginn ist für Juni geplant. Weil der Unterricht in dem Gebäude weiterlaufen muss, werden alle störenden Arbeiten in die Ferien gelegt.

Die Aufstockung erfolgt in Holzbauweise. Die Fertigteile haben laut Oppenheimer den Vorteil, dass sie viel leichter und auch zeitsparend zu montieren sind. Dennoch spricht er von einer „sehr engen Terminschiene“. Bis Mai oder spätestens Juni 2018 soll die Maßnahme abgeschlossen sein.

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