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Aus zwei mach drei: Der Erweiterungsbau der Karl-Lederer-Grundschule wird für 2,6 Millionen Euro aufgestockt.

Stadtrat beschließt Aufstockung

Karl-Lederer-Grundschule wird energieautark

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Der Erweiterungsbau der Karl-Lederer-Grundschule wird aufgestockt. Einstimmig hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung den Baubeschluss gefasst. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro.

Geretsried – Vor der Entscheidung hatte der Geretsrieder Architekt Peter Oppenheimer noch einmal seine Entwurfsplanung erläutert. Gegenüber der ersten Vorstellung im Bauausschuss (wir berichteten) hat sich nur eines geändert: Auf dem Dach des Erweiterungsbaus wird nun doch eine Photovoltaikanlage gebaut. Mit 500 Quadratmetern nimmt sie 90 Prozent der Dachfläche ein. „Damit kann die gesamte Schule versorgt werden“, erklärte Oppenheimer. Der Eigenverbrauch liegt bei 61,12 Prozent. Der Rest könnte für die Mittelschule genutzt oder ins Netz eingespeist werden. Durch die Anlage werden in 20 Jahren 800 Tonnen CO2 eingespart. Amortisiert haben sich die Ausgaben von rund 200.000 Euro in elf Jahren.

Stadt verpflichtete sich, den Co2-Ausstoß um 20 Prozent zu reduzieren

CSU-Stadträtin Dr. Sabine Gus-Mayer äußerte sich „erleichtert“ über die Planänderung. Sie erinnerte daran, dass die Stadt unter anderem Mitglied im Klimabündnis ist. In einem Klimaschutzgutachten hat sie sich verpflichtet, den CO2-Ausstoß um 20 Prozent zu reduzieren. „Es reicht nicht, einmal dekorativ in die Kamera zu lächeln“, sagte Gus-Mayer in Anspielung auf die Pressefotos, die zu solchen Anlässen gerne geschossen werden. Wenn sich einer Kommune schon die seltene Möglichkeit biete, CO2 einzusparen, dann sollte sie dies auch tun. Und, so die Stadträtin weiter: „Wenn wir immer nach der Amortisierung fragen, dann dürfen wir auch kein Hallenbad und kein Eisstadion bauen.“

Vier Klassenzimmer und ein Gruppenraum

Durch die Aufstockung des Erweiterungsbaus entstehen vier Klassenzimmer und ein Gruppenraum. Auf eine behindertengerechte Ausstattung wird verzichtet. Hier hakte SPD-Stadtrat Arthur Wolfseher nach. Für ein Kind, das sich beispielsweise ein Bein gebrochen hat, wären die Räume nicht zu erreichen, gab er zu bedenken. Dazu erklärte Oppenheimer, dass es im Altbau einen Aufzug und 20 Klassenzimmer gibt. Sollte ein Kind auf den Rollstuhl angewiesen sein, lasse sich dies dort ohne Probleme auffangen. Es stünde in keinem Verhältnis, für vier Klassenzimmer einen Aufzug zu bauen.

Arbeiten in Pfingst- und Sommerferien

Im nächsten Schritt wird nun die Genehmigungsplanung erstellt, danach erfolgt die Ausschreibung. Laut Oppenheimer sollen in den Pfingstferien die vorbereitenden und in den Sommerferien die Hauptarbeiten erledigt werden, damit der Unterricht nicht gestört wird. Ziel ist es, dass der Rohbau bis zum Winter geschlossen ist, um dann mit dem Innenausbau beginnen zu können. Im Mai 2018 soll die Maßnahme abgeschlossen sein. 

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