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Momentaufnahme: So könnte der Krämmel-Bau am Karl-Lederer-Platz aussehen. Damit das Gebäude nicht zu wuchtig wirkt, soll das zweite Stockwerk zurückgesetzt werden. Das siebte und letzte Geschoss ist als sogenanntes Penthouse-Geschoss geplant.

Neubau im Stadtzentrum

Karl-Lederer-Platz: Zweite Anhörung läuft

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Geretsried – Die Wohnungen sind geräumt, Strom und Wasser abgestellt. Heuer will die Eigentümerfamilie Krämmel ihre Häuserzeile Karl-Lederer-Platz 14 bis 18 abbrechen. Dort soll ein Neubau entstehen.

Der Neubau wird in Richtung Rathaus um einen siebenstöckigen Turmbau erweitert. Dort soll im Erdgeschoss ein großer Supermarkt einziehen – als Kundenmagnet für das neue Stadtzentrum.

Derzeit liegt der vorhabenbezogene Bebauungsplan, gefertigt vom Architekturbüro Kehrbaum in München, zum zweiten Mal öffentlich aus – inklusive dreier Fachgutachten zu den Themen Schallschutz, Verschattung und Verkehr. Bis zum 23. Januar haben Bürger Gelegenheit, ihre Anregungen und Bedenken vorzubringen. Während der ersten Auslegung waren zahlreiche Einwände eingegangen. Daraufhin hat der Stadtrat im Oktober mehrere Änderungen beschlossen. Auf Nachfrage unserer Zeitung hat Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt, die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst.

Sieben Stockwerke inklusive Penthouse

War kurzzeitig von acht Stockwerken die Rede, soll der Turmbau nun siebengeschossig werden, wobei das letzte Stockwerk als Penthouse-Geschoss gestaltet wird. Auch die Situierung des Baukörpers wurde modifiziert. „Der Baukörper rückt auf die Flucht der Gebäude Karl-Lederer-Platz 26 bis 28 zurück“, erklärt Loibl. Auch die Höhenstaffelung wurde überarbeitet und an die angrenzende Bebauung Karl-Lederer-Platz 20 weiter angepasst.“

Loibl: „Verkettete Tiefgarage“ geplant

Die Tiefgarage wurde ebenfalls überplant und wird nun eingeschossig. Die Ein- und Ausfahrten wurden verlegt, „um einen optimierten Verkehrsablauf und eine damit verbundene Qualitätssteigerung zu erreichen“, so Loibl. Geplant ist eine „verkettete Tiefgarage“, an die sich andere Investoren anschließen können. Wie berichtet überlegt auch die Baugenossenschaft Geretsried, ihre Häuserzeile Egerlandstraße 58 bis 74 abzubrechen. Auch dafür gibt es einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Lief das Verfahren bislang parallel mit dem am Karl-Lederer-Platz, wurde es diesmal abgetrennt.

Das gilt auch für den Bebauungsplan Nr. 115 für das gesamte Stadtzentrum. Nach Auskunft von Loibl soll dieser erst im Anschluss an die vorhabenbezogenen Bebauungspläne für den Karl-Lederer-Platz beziehungsweise die Egerlandstraße in Kraft gesetzt werden. Der Grund: Unter anderem wegen der Tiefgaragen und der zu verlegenden Sparten muss die Stadt mit den Vorhabenträgern erst über städtebauliche Verträge eine Einigung erzielen. Loibl: „Es wäre dahingehend unzweckmäßig, wenn der Bebauungsplan für den gesamten Karl-Lederer-Platz/Egerlandstraße bereits in Kraft gesetzt wäre.“  

Auslegungsfrist

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan für die Grundstücke Karl-Lederer-Platz 14 bis 18 liegt bis zum 23. Januar öffentlich aus. Eine Einsichtnahme ist im Rathaus (Schautafel im Flur vor Zimmer 18 im Erdgeschoss) oder auch im Internet (www.geretsried.de) möglich. Während dieser Auslegungsfrist können Stellungnahmen vorgebracht werden, und zwar per E-Mail an die Adressen michael.schlenz@geretsried.de oder cornelia. mayr@geretsried.de.

sas

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