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Kisten packen: Die Katholische Jugendstelle zieht von Wolfratshausen nach Geretsried. Sabine Willim und Silke Reusch bereitet alles für die Spedition vor.

Ab in die Mitte des Dekanats

Katholische Jugendstelle zieht um

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Die Katholische Jugendstelle sitzt auf gepackten Kisten. Sie verlässt Wolfratshausen und zieht nach Geretsried – in die Mitte beider Dekanate. Der Weg dahin war nicht leicht.

Geretsried/Wolfratshausen – Alles neu macht der Mai: Die Katholische Jugendstelle (Justl) ist im Umzugsstress. Bisher war sie am Loisachufer in Wolfratshausen beheimatet. Jetzt ist es Zeit für eine Veränderung. Die Justl kommt an der Adalbert-Stifter-Straße 34 in Geretsried unter. „Wir freuen uns wirklich sehr“, sagt Sabine Willim, die mit ihren Kollegen den Umzug stemmt.

Fast zwei Jahre waren sie auf der Suche, bis sie auf den neuen Standort im Betreuten Wohnen „Am Stadtwald“ gestoßen sind. „Wo jung ist, muss alt sein. Wo alt ist, muss jung sein“, erklärt Sozialpädagogin Silke Reusch. Da könnten sich vielleicht sogar gemeinsame Projekte ergeben. Die neuen Räume sind nicht größer als bisher, aber „heller, freundlicher und wärmer“, sagt Willim. Ausschlaggebend sei aber vor allem die Anbindung gewesen. In der Nähe des Schulzentrums, des Saftladens und einer Bushaltestelle hofft die Justl, leichter von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gefunden zu werden.

Umzug viel Arbeit, aber auch eine Chance

Das Team – ein Jugendseelsorger, zwei Verwaltungsfachkräfte, eine Sozialpädagogin sowie eine zweite ab Mai – ist Anlaufstelle für die kirchliche Jugendarbeit. Die Justl organisiert Veranstaltungen für Ministranten, bildet Mitarbeiter aus und kooperiert mit anderen Trägern der Bildungsarbeit. Dafür ist die neue Wirkungsstätte optimal. „Wir sind für zwei Dekanate zuständig“, erklärt Willim. Früher gab es ein zusätzliches Büro in Bad Tölz, jetzt deckt die Justl Norden und Süden ab – die neue Heimat in Geretsried liegt also in der Mitte. Häufig besucht das Team die Pfarreien, jetzt seien auch Aktionen in Geretsried denkbar – zum Beispiel in der neuen Küche. „Jugendliche können aber auch einfach nur zum Ratschen vorbeikommen“, sagt Reusch.

Der Umzug fordert die Mitarbeiter. Neben der Planung der Taizé-Freizeit, des Fußballturniers im Dekanat Tölz und des Ministrantenausflugs ist das Team seit drei Monaten mit der Logistik beschäftigt. „Die neuen Räume waren ein Rohbau“, sagt Willim, die hauptsächlich mit der Bauphase betraut war. Das sei viel Arbeit gewesen, aber auch eine Chance.

Willim und Reusch versuchen, die neuen Räume weitgehend umweltfreundlich zu gestalten. „Farbe und Boden besitzen ein Ökosiegel, außerdem haben wir ein LED-Leuchtsystem durchgesetzt“, erklärt die Verwaltungsfachkraft. Alles, was möglich und finanzierbar ist, setze die Justl um – von wiederverwendbaren Umzugskartons bis hin zu Süßigkeiten für Besucher, die nicht ins Plastik verpackt sind.

Wie bei jedem privaten Umzug haben die Mitarbeiter fleißig aussortiert. „Es ist erleichternd, sich von Altlasten zu trennen“, sagt Willim. Trotzdem braucht es fast 150 Kartons, um alle Materialien zu verpacken. Sie werden an diesem Mittwoch, 26. April, vom Umzugswagen abgeholt. Zuvor kommen Server und Kopierer nach Geretsried. Willim und Reusch packen auch beim Einrichten wieder mit an. Ein bisschen Zeit ist noch, bis alles fertig sein muss: Am Freitag, 21. Juli, findet das Einweihungsfest statt. Die Uhrzeit wird noch bekanntgegeben.

Am Loisachufer in Wolfratshausen soll übrigens eine soziale Einrichtung bleiben. Die Caritas möchte die Räume mieten und für den Asylkreis nutzen.

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