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Katja Holzer, Verwaltungsmitarbeiterin im Rathaus, führt die Kosten- und Leistungsrechnung ein.  

Blick ins Rathaus

Katja Holzer modernisiert die Verwaltung

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Katja Holzer war bisher für die Prüfung des Jahresabschlusses zuständig. Jetzt wechselt sie die Stelle, um eine Kosten- und Leistungsrechnung einzuführen. Aber was ist das eigentlich?

Geretsried – Nachdem Katja Holzer in der jüngsten Stadtratssitzung den geprüften Jahresabschluss 2015 vorgelegt hatte, bekam sie Blumen überreicht. Die Verwaltungsmitarbeiterin übernimmt eine neue Aufgabe: Sie führt im Rathaus ein Instrument mit dem sperrigen Namen Kosten- und Leistungsrechnung ein. Im Gespräch mit Redakteurin Susanne Weiß erklärt sie, was es damit auf sich hat.

Frau Holzer, Sie wechseln die Stelle, um eine Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) einzuführen. Was ist das genau?

Katja Holzer: Ähnlich Schiffen müssen auch Kommunen gesteuert werden. Wir steuern aber nicht mit Pinne, Steuerrad und Kompass, sondern ein wesentliches Steuerungsinstrument der Kommunen heißt KLR. Das ist ein betriebswirtschaftliches Instrument zur Verwaltungs- und Wirtschaftlichkeitssteuerung. Die KLR gibt Auskunft, welche Leistungen die Stadt Geretsried erstellt und welche Kosten diese Leistungen verursachen.

Warum braucht das Rathaus eine KLR?

Katja Holzer: Wir möchten als moderne kommunale Verwaltung dieses wichtige Steuerungsinstrument nutzen, um zielgenau (effektiv) und wirtschaftlich (effizient) zu arbeiten. Darüber hinaus sind wir über die Kommunalhaushaltsverordnung (KommHV-Doppik) zur Führung einer KLR verpflichtet.

Haben die Bürger dadurch einen Vorteil?

Katja Holzer: Natürlich. Verwaltungsarbeit ist kein Selbstzweck. Wir haben das Ziel, unsere Stadt für alle Einwohner lebenswert zu erhalten. Das bedeutet einerseits, Ausgaben für Angebote und Dienstleistungen für die heutigen Einwohner und für Investitionen in die Zukunft der Stadt zu tätigen. Andererseits aber auch, den Blick auf die Wahrung des Geld- und Sachvermögens zu richten, um auch in Zukunft eine lebenswerte Stadt erhalten und finanzieren zu können. Die KLR unterstützt dabei den Stadtrat, die Führungskräfte und Mitarbeiter im Rathaus bei ihren Entscheidungen.

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