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Nichts geht mehr: Seit Montag ist die Adalbert-Stifter-Straße im Bereich zwischen Schulzentrum und südlich der St.-Hubertus-Straße komplett für den Verkehr gesperrt.

Trotz Sperrung der Adalbert-Stifter-Straße

Stadt kennt kein Pardon für Falschparker

Geretsried - Seit Montag ist die Adalbert-Stifter-Straße komplett gesperrt – und schon gibt es die ersten Beschwerden. Ein „Unding“ nennt es Anna Bobrich, dass der Verkehr über die Jahnstraße umgeleitet wird. Eine andere Anwohnern findet es „unverschämt“ und „dreist“, dass die Stadt im so genannten Waldviertel angeblich „fleißig“ Strafzettel verteilt.

Die Parkplätze im Waldviertel sind schon immer knapp. Nun fallen mit der Sperrung der Adalbert-Stifter-Straße weitere Stellflächen weg. Die Folge: Die Anwohner weichen in die verkehrsberuhigten Bereiche aus und parken dort außerhalb der gekennzeichneten Flächen, was verboten ist. Vor allem in der Nacht wurde dies bislang geduldet, schreibt eine Anwohnerin in einer E-Mail an unsere Zeitung. Doch ausgerechnet seit die Adalbert-Stifter-Straße Baustelle ist, würde die Stadt anfangen, „fleißig Strafzettel zu verteilen, was ich ziemlich dreist finde“. Wo bleibe denn hier das Entgegenkommen, fragt die Geretsriederin. Die Anwohner hätten doch gar keine andere Möglichkeit, ihre Autos abzustellen.

Kontrolle am Buchenweg erfolgte "im Rahmen des üblichen Rhythmus"

Dass im Waldviertel verstärkt kontrolliert wird, diesem Eindruck widerspricht Karsten Ludwig, Leiter der Abteilung Bürger im Rathaus. Wie er erklärt, wird die kommunale Verkehrsüberwachung im Auftrag der Stadt Geretsried eigenverantwortlich von der Stadt Wolfratshausen durchgeführt. Es gebe keine Anweisung, im Waldviertel oder den von der Baumaßnahme betroffenen Straßen besonders zu kontrollieren. Tatsächlich habe es aber am Montag eine Kontrolle am Buchenweg gegeben – diese sei aber „im Rahmen des üblichen Rhythmus“ erfolgt.

Sonderregelung für die Dauer der Baumaßnahme scheidet aus

Die Frage, ob man angesichts der besonderen Umstände nicht ein Auge zudrücken könnte, beanwortet Ludwig so: „Die angeordneten und geltenden Verkehrsregelungen erfolgten in Absprache mit der Polizei und weiteren Beteiligten und sollten aus unserer Sicht beibehalten werden.“ Gerade im Waldviertel seien die meisten Straßen nicht breit genug, um dort ein dauerhaftes Parken zu genehmigen und gleichzeitig die Durchfahrt von Müllabfuhr und Feuerwehr zu gewährleisten. „Eine Sonderregelung für die Dauer der Baumaßnahme Adalbert-Stifter-Straße scheidet daher aus unserer Sicht aus“, erklärt Ludwig. Man setze voraus, dass sich die Kraftfahrer auch bei der angespannten Parkraumsituation an die geltenden Regeln halten. Verstöße würden seitens der Stadt nicht geduldet oder toleriert. „Es kann jedoch in Einzelfällen dazu kommen, dass diese Verstöße nicht festgestellt und deshalb auch nicht geahndet werden.“

Jahnstraßen-Anwohnerin fordert Umleitung über die B11

Eine ganz andere Sorge hat Anna Bobrich. Sie ist Anwohnerin der Jahnstraße und hält es für ein „Unding“, dass der gesamte innerstädtische Verkehr für drei Wochen durch das Wohngebiet umgeleitet wird. Sie appelliert an das Bauamt, den Verkehr auf die B 11 zu lenken. Der zuständige Sachgebietsleiter war gestern leider nicht zu erreichen.

Wie berichtet bleibt die Adalbert-Stifter-Straße voraussichtlich bis Freitag, 9. September, gesperrt. Derzeit werden die Gehwege sowie Setzungen in der Fahrbahn saniert. Je nach Wetterlage soll dann am Montag, 5. September, die Fahrbahn komplett abgefräst werden. In dieser Zeit ist stundenweise keine Zufahrt zu den Grundstücken möglich. Ebenfalls wetterabhängig wird dann am Mittwoch und Donnerstag, 7. und 8. September, die neue Asphaltschicht eingebaut. An diesen beiden Tagen können die Grundstücke nicht angefahren werden. Dazu soll es aber noch gesonderte Informationen über die Presse, die Homepage der Stadt (www.geretsried.de) sowie Aushänge im Straßenbereich geben.

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