+
Durchschnittlich über 30 Meter ist der Geretsrieder Maibaum in den vergangenen Jahren hoch gewesen. Heuer wird es allerdings nur einen symbolischen Baum geben. 

Halterung am Karl-Lederer-Platz wurde längst entfernt

Kein Platz wegen Baustelle: Bekommt Geretsried heuer einen Maibaum ? 

  • schließen

Bereits 71 Mal hat die Egerländer Gmoi einen Maibaum in Geretsried aufgestellt. Heuer klafft an seiner gewohnten Stelle am Karl-Lederer-Platz aber ein tiefes Loch. Es wird gebaut.

Geretsried – Am Karl-Lederer-Platz ist heuer aufgrund der Baustelle kein Platz für den traditionellen Maibaum der Egerländer Gmoi. Auf den 72. Maibaum in der Geschichte der jungen Stadt Geretsried wird die Landsmannschaft trotzdem nicht verzichten: „Natürlich stellen wir einen Maibaum auf“, sagt Vorsitzender Helmut Hahn auf Nachfrage.

Lesen Sie auch: Warum ist der Geretsrieder Maibaum nackert?

Die Egerländer Gmoi wird auf den Rathausinnenhof ausweichen, wohin seit Baubeginn bereits viele Veranstaltungen vom Karl-Lederer-Platz umgezogen sind. Ein 37 Meter hoher Maibaum wie im vergangenen Jahr passt dort allerdings nicht hin. „Es wird eher ein symbolischer Maibaum“, kündigt Hahn an. Noch ist nicht klar, woher der Stamm diesmal kommt, deswegen kann der Vorsitzende noch nichts über die Höhe sagen, er rechnet allerdings mit zehn bis zwölf Metern. „Es wird im Vergleich also eher ein Bäumchen.“

Lesen Sie auch: Kulturherbst in Geretsried: Heuer gibt‘s ein Mini-Tollwood

Fest steht aber schon, wie der Maibaum stehen wird. Die eingelassene Halterung am Karl-Lederer-Platz ist bereits der Tiefgarage gewichen. „Wir bekommen das Christbaum-Gestell vom Bauhof“, erklärt Hahn. Wie berichtet hatten die Mitarbeiter es eigens angefertigt, um in der Adventszeit eine Ersatz-Tanne vor dem Rathaus aufstellen zu können. „Unser Maibaum steht ja nur vier Wochen, deswegen ist das verkehrssicher möglich.“ Nach Egerländer Tradition wird er Ende Mai/Anfang Juni abgebaut.

Die Maifeier findet ebenfalls im Rathausinnenhof statt. „An der Veranstaltung wird sich nichts ändern, auch wenn der Baum kürzer ausfällt“, verspricht Hahn. Im nächsten Jahr wolle die Egerländer Gmoi sehen, ob sie bereits zurück auf den Karl-Lederer-Platz kann oder nochmals ausweicht.

Lesen Sie auch: Brautpaare erobern Dorfschmiede - Gelting ist aber kein Klein-Las-Vegas

Schlimm findet Hahn die gegebenen Umstände nicht. „Das ist heuer einfach so“, sagt der Vorsitzende. Zumal das Ausweichquartier eigentlich ganz passend für die Egerländer Gmoi sei, schließlich sei das heutige Rathaus urgeretsrieder Boden. Es heißt sogar, dass 1947 der erste Maibaum der Tachauer in dem Innenhof gelagert gewesen sei, als die Graslitzer ihn klauen wollten. „Die Tachauer haben sie verjagt, indem sie Wasser aus den Fenstern geschüttet haben“, sagt Hahn. Am nächsten Tag hätten dann aber alle gemeinsam im Barackenlager auf der Böhmwiese gefeiert, wo der erste Geretsrieder Maibaum aufgestellt wurde.  sw

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Seit 50 Jahren Bäcker mit Leib und Seele: Anton Schmid verrät sein Geheimnis
Anton Schmid, Seniorchef der Geretsrieder Bäckerei Schmid-Bäck‘, lebt und liebt seinen Beruf – seit über 50 Jahren. Die Zukunft seines Handwerks bereitet ihm Sorge, doch …
Seit 50 Jahren Bäcker mit Leib und Seele: Anton Schmid verrät sein Geheimnis
Spielen, schauen, staunen: Ausstellung im Kloster Beuerberg lädt zum Mitmachen ein
Im Kloster Beuerberg wird seit Pfingsten gespielt. Die neue Ausstellung heißt „Das Spiel beginnt“ und das Rahmenprogramm ist passend dazu konzipiert. Mit-Spielen ist …
Spielen, schauen, staunen: Ausstellung im Kloster Beuerberg lädt zum Mitmachen ein
Parken in Wolfratshausen: Darum gibt es bis jetzt nur Pläne, aber keine Plätze
Es ist erklärtes Ziel des Stadtrates, in der Innenstadt mehr Parkplätze zu schaffen. Beschlüsse sind bereits gefasst, doch in die Tat umgesetzt worden ist noch kein …
Parken in Wolfratshausen: Darum gibt es bis jetzt nur Pläne, aber keine Plätze
Schatzsuche in Nachbars Garten: Auf geht‘s zum Wolfratshauser Flohmarkt
Zum dritten Mal dürfen die Wolfratshauser in Nachbars Schatzkisten stöbern. Dr. Ulrike Krischke organisiert erneut einen Hof- und Gartenflohmarkt.
Schatzsuche in Nachbars Garten: Auf geht‘s zum Wolfratshauser Flohmarkt

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.