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Blitzstart: Bereits nach 53 Sekunden gingen die River Rats durch Maximilian Hüsken (li.) in Führung, doch die Partie gegen Landsberg wurde nach zwei Dritteln abgebrochen.

Eishockey: Bayernliga 

Keine Lust auf ein „Wintergame“

Geretsried - Auch das Wiederholungsspiel der River Rats gegen den HC Landsburg wurde abgebrochen. Diesmal allerdings bleiben die Punkte in Geretsried.

Die Heimspiele des Geretsrieder Eishockeyteams gegen den HC Landsberg stehen unter keinem guten Stern. Musste schon am Sonntag das Bayernliga-Match wegen eines Lochs im Eis abgebrochen werden (wir berichteten), endete die Wiederholungspartie am gestrigen Freitagabend nach zwei Dritteln: Die Gäste weigerten sich wegen der starken Schneefälle aufs Eis zurück zu kehren. „Mit einem Abbruch haben wir absolut nicht gerechnet. Der ESC und die Schiedsrichter haben heute Abend alles dafür getan, dass das Spiel über die Bühne gehen kann“, stellte 2. Vorsitzender Kevin Olivo fest.

Natürlich waren die Verhältnisse im offenen Heinz-Schneider-Eisstadion nicht unbedingt optimal. Der Schnee auf dem Eis erschwerte den Akteuren das Passspiel und das Schlittschuhlaufen. Die River Rats stellten sich allerdings recht clever an, überbrückten das Mitteldrittel meist mit weiten Pässen und dominierten weitgehend das Geschehen. Landsberg dagegen, daheim mit einer Eishalle verwöhnt und nicht in Bestbesetzung angetreten, tat sich sichtlich schwer. So gelang den Hausherren schon nach 53 Sekunden die Führung durch Maximilian Hüskens Nachschuss. In der Folge ergaben sich weitere Möglichkeiten, doch erst in der dritten Überzahlsituation erzielte Klaus Berger das verdiente 2:0 aus dem Gewühl heraus (14.). Kurz darauf zogen die Schiedsrichter die erste Drittelpause vor, um das Eis reinigen zu lassen.

Kurz nach Wiederbeginn waren dann die Landsberger am Drücker und kamen durch Martin Schwaigers Schlenzer zum 1:2 (20.). Einer Doppelchance von Berger und Ondrej Horvath folgte ein Pfostenknaller von HCL-Torjäger Cody Freeman, ehe die Referees erneut die Begegnung für eine Zamboni-Runde unterbrachen. Als die River Rats dann wegen Strafzeiten der Gäste mit zwei Mann mehr agierten, erzielte Dominik Meierl das 3:1 (33.).

Drei Minuten später kam erneut die Eismaschine zum Einsatz, doch nach dieser vorgezogenen Pause weigerten sich die Gäste, zurück aus der Kabine zu kommen. Referee Tobias Wurm brach deshalb das Match ab. „Normalerweise müsste die Partie für uns gewertet werden“, zeigte sich Kevin Olivo zuversichtlich. Kurios: Keine zehn Minuten später hörte es zu schneien auf.

Am Sonntagvormittag fällte der Bayerische Eissport-Verband die erwartete Entscheidung: Er wertete die Partie mit 5:0 Toren und drei Punkten für die Gastgeber. Der ESC geht somit auf Platz acht liegend ins letzte Vorrundenmatch an diesem Sonntagabend (Beginn: 18 Uhr) beim Tabellenführer Memmingen. „Die Gastgeber können sich mit einem Sieg gegen uns die Meisterschaft holen, wir wären bei einem Sieg in regulärer Spielzeit sicher in der Aufstiegsrunde. Mehr Spannung geht nicht“, sagt ESC-Vize Olivo. Die Favoritenrolle liege allerdings ganz eindeutig bei den Indians.

tw/peb

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