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Ein Stück, das in den Bann zieht: Das Kindermusical „Esther – ein Casting wendet das Los“ lockte viele Besucher in den Pfarrsaal von Maria Hilf in Geretsried.

Kindermusical "Esther" uraufgeführt

Schönheit ist nicht alles

Geretsried - In der Pfarrei Maria Hilf wurde das Kindermusical „Esther“ uraufgeführt. Alle Mitwirkenden kommen aus Geretsried

Es ist, als würde das Format „Germanys Next Top Model“ um 2500 Jahre ins alte Persien zurückversetzt. „Esther – ein Casting wendet das Los“ heißt das neue Kindermusical, ein Singspiel von Claudia Mückstein und Manfred Waltl. Dieses Bühnenstück für junge Leute zeichnet Parallelen vom Altertum zur Neuzeit in Bezug auf die Rolle der Frauen in der Gesellschaft und zeigt auf, dass es sich nach wie vor um Schönheit und Perfektion dreht.

Zum fünften Mal präsentierte der Jugend- und Kinderchor der Pfarrei Maria Hilf in Geretsried ein solches aufwendiges Kinder-Musical. Viele Angehörige der 21 darstellenden jungen Künstler genossen am Sonntag die Vorstellung. Im abgedunkelten Saal, begleitet von der Musik mit Johannes Buxbaum am Klavier und Chiara Zmuda an der Geige, schritten die jungen Schauspieler durch den Saal zur Bühne.

Dann ging der Spot an. Erste Szene: Ein junges Mädchen sitzt vorm Spiegel und macht sich schick fürs Model-Casting. Für ihre Schwester bedeutet jedoch Grips und Verstand mehr: Sie erzählt ihr die Geschichte von „Esther“.

Bühnenumbau, Zeitsprung und es geht direkt hinein ins Alte Testament. Das Buch „Esther“ ist weniger bekannt. Im Persien von einst herrscht König Xerxes. Er entlässt seine ungehorsame Frau und lädt die schönsten Frauen des Landes in sein Schloss ein. Im Harem sollen sie ein Jahr begutachtet werden. Schließlich entscheidet sich der König für die Jüdin „Esther“. Sie gewinnt ihn vor allem durch Mut und Klugheit und vereitelt damit auch die Pläne des Großwesirs Haman, die Juden zu vernichten und an die Macht zu kommen.

Es ist ein Singspiel mit Chor- und Solo-Stimmen und teils langen Sprechrollen. Die Kinder und Jugendlichen haben ihre Aufführung mit Bravour gemeistert. Auch Ironie und Humor fehlten im Stück nicht. „Wellness im Königspalast – da sage ich nicht nein“, so ein flapsiger Kommentar einer jungen und frechen Haremsfrau.

Die musikalische Leitung hatte Johannes Buxbaum, Kirchenmusiker und Dirigent des Isura-Madrigal-Chors. Das Bühnenbild, selbstgebaut und handgemalt, wurde von Clara Hink-Schauer gestaltet. Das Licht steuerte Anja Neyses; die szenische Leitung hatte Claudia Mückstein. In den Hauptrollen spielten Natalia Schauer und Jenni Altenburger (Geschwisterpaar von heute), Paul Ehehalt (König Xerxes), Esther (Sarah Altenburger). In weiteren Rollen waren zu sehen: Luisa und Hanna Mückstein, Patricia Fritz, Adriana Hopfauf, Quirin Mückstein, Pia Wank, Amelie und Chiara Zmuda, Hanna Scheibling, Yvonne Schauer, Pia Bäuml, Amelie Sandrock, Shalyn van den Berg, Lina Ehehalt, Alexandra Goblirsch, Catrina Zuber, Laura Maucieri.

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