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Vereinsgründung am ersten Advent: (v. li.) Volker Reeh (Vorsitzender), Peter Eberhardt (Kassier), Christine Schmid (Schriftführerin), Patrik Kohlert und Dr. Elmar Immertreu (beide stellvertretende Vorsitzende).

Neue Gruppierung

Kommunalwahl 2020: Volker Reeh führt „Geretsrieder Liste“ an

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In Geretsried gibt es eine neue kommunalpolitische Interessenvertretung. Die „Geretsrieder Liste“ hat sich als Verein gegründet. An der Spitze: CSU-Stadtrat Volker Reeh.

Geretsried – Jetzt ist es offiziell: Am ersten Advent hat sich die „Geretsrieder Liste“ als Verein gegründet. Die Mitglieder wollen bei der Wahl im März 2020 Stadtratskandidaten ins Rennen schicken. Als neue kommunalpolitische Interessenvertretung muss die „Geretsrieder Liste“ dazu zunächst mindestens 200 Unterstützer-Unterschriften sammeln.

Die erste Versammlung in der Gaststätte Isarwinkel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. „Wenn wir nicht genügend für den Gründungsakt gewesen wären, hätten wir es sein gelassen“, sagt Volker Reeh im Gespräch mit unserer Zeitung. Reeh ist wie berichtet neben Patrik Kohlert Hauptinitiator des Vereins. Der 63-Jährige sitzt aktuell noch für die CSU im Stadtrat, wurde aber für die nächste Wahl von seinen Parteifreunden nicht mehr nominiert. Auf der CSU-Kreistagsliste hat er dagegen einen Platz bekommen.

Nun wurde Reeh zum Vorsitzenden der „Geretsrieder Liste“ gewählt. Der junge Verein stieß auf unerwartet großes Interesse. Reeh berichtet von über 20 Teilnehmern an der Gründungsversammlung. „Das waren erstaunlich viele dafür, dass wir sie nichtöffentlich und nur auf Zuruf veranstaltet haben.“ Mit diesem Unterstützerkreis sehe er zuversichtlich, aber auch entspannt, in die kommenden Wochen.

Im nächsten Schritt will die „Geretsrieder Liste“ ihre Aufstellungsversammlung organisieren. Um bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 antreten zu dürfen, braucht der Verein Unterschriften von Bürgern. Für Reeh eine machbare Hürde. „Es ist nicht viel Zeit, es ist aber leistbar“, so der Vorsitzende. Die Ziele, die laut Pressemitteilung in der Vereinssatzung festgehalten wurden, sind allgemein gehalten. Der „Geretsrieder Liste“ ist demnach eine harmonische und maßvolle Entwicklung des Stadtbilds und -gebiets wichtig. Außerdem sollen die „natürlichen Grundlagen im Rahmen des Natur- und Umweltschutzes“ gesichert werden, und der Verein fordert die „Gesundheits-, Sozial-, Kultur- und Sportförderung für alle Bürger“. „Da ist von Arbeitsplatzsicherung bis Zukunftsgestaltung alles dabei“, sagt Reeh, verspricht aber, die Ziele bei der nächsten Versammlung zu konkretisieren. Diese soll für alle Bürger öffentlich stattfinden. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Viele Parteien haben ihre Kandidaten schon nominiert. Hier ein Überblick.

Was die Stadtratsliste angeht, stehen die Kandidaten noch nicht fest. Reeh geht aber davon aus, dass ein Großteil des Vorstands sich aufstellen lässt. Wichtig sei jedenfalls nicht, dass die 30 Plätze gefüllt werden. „Wir wollen eine Liste mit Kandidaten, die brennen und sich stark engagieren“, sagt der Geretsrieder. Für neue Mitglieder sei man aufgeschlossen, allerdings wolle man keine Personen aus dem linken oder rechten Spektrum. Reeh: „Wir wollen die Mitte darstellen. Wir sind ein konservativer Verein.“

Dass mit Peter Eberhardt, Patrik Kohlert und Dr. Elmar Immertreu Geretsrieder im Vorstand vertreten sind, die das Bürgerbegehren gegen die „Neue Mitte“ maßgeblich vorangetrieben haben, ist für Reeh nicht relevant. Beides sei kein Thema mehr. Der Blick sei nach vorne gerichtet. Reeh: „Als Demokrat und Bürger würde ich es skeptisch sehen, wenn Personen geächtet werden, die damals auf der Unterschriftenliste standen.“

sw

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