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Bedankte sich für die Rückendeckung seiner Partei: Wolfgang Werner, Bürgermeisterkandidat der SPD. 

Einstimmiges Ergebnis

Kommunalwahl 2020: Geretsrieder SPD kürt Wolfgang Werner zum Bürgermeisterkandidaten 

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Mit einem einstimmigen Votum wählte die Geretsrieder SPD Wolfgang Werner zu ihrem Bürgermeisterkandidaten. Danach stellte die Partei ihr Wahlprogramm vor.

Geretsried – Das Votum war einstimmig: 22 Mitglieder des SPD-Ortsvereins wählten am Mittwochabend in den Ratsstuben Wolfgang Werner zum Bürgermeisterkandidaten. Damit tritt der 44-Jährige am 15. März gegen Amtsinhaber Michael Müller (CSU) an, dem sein Parteifreund Hans Hopfner bei der Wahl vor sechs Jahren unterlegen war.

Kommunalwahl 2020: Einstimmiges Votum für Bürgermeisterkandidaten

„Wolfgang Werner ist für uns ein Glücksfall“, sagte Fraktionschef und Zweiter Bürgermeister Hopfner. Der 44-jährige Familienvater habe in den vergangenen Jahren viele Anträge für den Wohnungsbau im Stadtrat eingebracht und sei auch aufgrund seines hohen Bekanntheitsgrades der ideale Bürgermeisterkandidat. 

Werner selbst erklärte bei seiner Vorstellung, er wolle die Stadt weiter vorbringen. „Der Dialog ist mir ganz wichtig“, sagte der Finanzbeamte. Als derzeitiger Sportreferent möchte er künftig nicht nur Ansprechpartner für die Vereine, sondern auch für die Firmen sein. Auch für Geringverdiener will er ein Ohr haben. „Keiner darf verloren gehen“, sagte der 44-Jährige. Er kündigte an, sich weiterhin für einen kostenlosen Stadtbus einzusetzen und verwies dabei auf einen erfolgreich angelaufenen gebührenfreien Busverkehr in der Augsburger Innenstadt. „Mir ist unbegreiflich, warum uns der MVV da bisher nicht entgegenkommen will“, so Werner. Weitere Punkte auf seiner Agenda sind die Einführung einer Ballungsraumzulage für städtische Mitarbeiter, die Senkung der Grundsteuer sowie die Schaffung von Wohnraum zu sozial verträglichen Preisen.

Geretsried: Wolfgang Werner will die Stadt weiterbringen

Damit nahm der Bürgermeisterkandidat schon einige Punkte des erstmals in der Öffentlichkeit vorgestellten Wahlprogramms vorweg. Stadtrat Michael Lasidis erstellte zunächst eine Rohfassung, in die er später die Anregungen und Ideen der Parteimitglieder einfließen ließ. Schon in der Präambel werden ehrgeizige Klimaschutzziele ausgerufen: „Geretsried darf nicht unkontrolliert durch städtebauliche Verdichtung, Flächenfraß und weitere Abholzungen an Lebensqualität verlieren“, heißt es da. Barrierefreie Busse und ein erweitertes Radwegenetz sollen dazu führen, dass Menschen auf Autofahrten verzichten. Zudem wünscht sich die SPD eine Bürgersolaranlage, die in Form einer Genossenschaft organisiert werden könnte.

SPD: Schaffung von städtischem Wohnungseigentum

Um den angespannten Mietmarkt zu entlasten, schlägt die Partei die Schaffung von städtischem Wohnungseigentum vor. „So wird es möglich, Wohnraum für einen bezahlbaren Mietzins insbesondere an Beschäftigte der Stadt und Angestellte in sozialen Berufen bereit zu stellen“, so Lasidis. Denkbar sei auch der Bau eines von der Industrie mitfinanzierten Azubi-Wohnkomplexes.

Eine Selbstverständlichkeit ist für die SPD die Erweiterung des Angebots an Kinderbetreuungsplätzen. „Gerade für alleinerziehende Mütter ist die Situation in Geretsried prekär“, kritisierte SPD-Ortsvorsitzender Martin Bruckner. Neue Ideen tauchen unter dem Themenkomplex „Sport und Kultur“ auf. 

Kommunalwahl 2020: Neue Ideen für „Sport und Kultur“

So wird beispielsweise vorgeschlagen, ein öffentliches Backhaus an das geplante Bürgerhaus in Stein anzugliedern. „Dieser Backofen soll allen Bürgern und Bürgerinnen zur Verfügung stehen“, erklärte Lasidis. Mit der Anregung, in Geretsried eine „lange Nacht der Kultur“ zu veranstalten, endet das zehnseitige SPD-Wahlprogramm. Die Mitglieder befürworteten es einstimmig. Insgesamt zieht die SPD in Geretsried mit 30 Stadtratskandidaten in den Wahlkampf. 

Alle Infos und News zur Kommunalwahl 2020 im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen finden Sie immer aktuell auf unserer großen Themenseite.

ph

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