+
Percussion-Workshop im Hinterhalt: Profi Hans Mühlegg zeigte, wie es geht.

Kulturbühne Hinterhalt 

Percussion-Workshop: „Sprache als Schlüssel zum Rhythmus“

  • schließen

Zum Percussion-Workshop für die Mitglieder des „Sirenenchors“ sowie andere interessierte Freunde der Live-Musik hatte der Kulturverein Isar-Loisach (KIL) in den Hinterhalt eingeladen.

Gelting – Rund 20 Teilnehmer ließen sich von Hans Mühlegg, Profimusiker und Percussionist der Bands „Stimulators“ und „Alpin Drums“, zeigen, wie man den sogenannten Small Percussions den richtigen Rhythmus entlockt.

Mal eben schnell den Takt aus dem Handgelenk schütteln – denkste! Die Basis für das Percussion-Handwerk ist kompliziertes Bruchrechnen. Da geht es vom Viertel-, Achtel- bis zum 64igstel-Takt und um die sogenannten Triolen, die dann „noch a bisserl schneller“ werden, erläutert Mühlegg seinen Kursteilnehmern zu Beginn. Man würde Taktfolgen in binäre- und ternäre Strukturen unterscheiden und daraus ganz bestimmte Rhythmusfiguren entwerfen, die der Percussionist in die Musik mit einfließen lässt.

Nach vier Stunden Übung gelingt ein Konzert

So weit die Theorie. Die Kursteilnehmer, die sich im Kreis um den Musiker versammelt haben, wollen endlich zum Tamburin, den Clave-Hölzern, der Cow Bell und der Guiro greifen, diesem waschbrettähnlichen Hohlkörper, der ursprünglich aus einem ausgehölten Flaschenkürbis entstanden ist. Doch zuerst einmal wird „nur“ geklatscht, geklopft und mit den Füßen gestampft. „Eins, zwei, drei“ – so lautet das Grundprinzip der alpenländischen Musikkultur, anders klingt es bekanntlich in der Karibik oder in Südamerika. Aber eines haben alle Kulturen gemeinsam: „Die Sprache ist der Schlüssel zum Rhythmus“, erklärt Mühleg. Und in der Tat, es funktioniert. „Ti-ti-ta-ti-ti-ta“ zählt Mühlegg leise vor. Bei jedem „ta“ sollen die Teilnehmer eine Nuance lauter in die Hände klatschen. Als Mühlegg die Runde in verschiedene Rhythmusgruppen einteilt, wird es richtig schwierig den Takt zu halten.

Aus den anfänglich einfachen Klatsch-Rhythmen entsteht bis zum Ende des vierstündigen Workshops ein ganz manierliches Percussionkonzert. Die Teilnehmer sind sich einig: Einen solchen Kurs soll es wieder geben. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Das steckt hinter den Ruinen im Geretsrieder Wald
Aus der Zeit der Rüstungswerke sind größtenteils nur noch Ruinen übrig. Martin Walter erweckt die Steinbrocken im Wald zum Leben. Seine Stadtführungen sind gefragt.
Das steckt hinter den Ruinen im Geretsrieder Wald
Schwerer Unfall auf der B11: Motorradfahrer kracht in Nissan 
Am Freitagnachmittag hat sich auf der B11 im Gemeindegebiet Königsdorf ein Unfall ereignet. Ein Motorradfahrer wurde dabei schwer verletzt.
Schwerer Unfall auf der B11: Motorradfahrer kracht in Nissan 
Neue Gesichter im L’Arena: Familie Faulisi übernimmt das Eiscafé 
Andrea und Roberto Donno haben das L‘Arena an der Geretsrieder Egerlandstraße verlassen. Nun sind die neuen Besitzer eingezogen: Familie Faulisi übernimmt die Eisdiele.
Neue Gesichter im L’Arena: Familie Faulisi übernimmt das Eiscafé 
Wie ein Theaterprojekt Schülern dabei hilft, Depressionen vorzubeugen
Das Eukitea Kindertheater war kürzlich an der Waldramer Mittelschule zu Gast. Das neueste Projekt soll den Schülern helfen, Depressionen und Burnout vorzubeugen.
Wie ein Theaterprojekt Schülern dabei hilft, Depressionen vorzubeugen

Kommentare