Werben für den Geretsrieder Einzelhandel: Bürgermeister Michael Müller (re.), seine Stellvertreter Sonja Frank und Gerhard Meinl (li.) sowie Procit-Vorsitzender Ludwig Schmid.
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Werben für den Geretsrieder Einzelhandel: Bürgermeister Michael Müller (re.), seine Stellvertreter Sonja Frank und Gerhard Meinl (li.) sowie Procit-Vorsitzender Ludwig Schmid.

„Es kommt jetzt auf uns alle an“

Kurzfilm soll Weihnachtsgeschäft der Geretsrieder Händler ankurbeln

Mit einem Imagefilm werben der Einzelhandelsverein ProCit und die Stadt um Unterstützung der örtlichen Wirtschaft im Weihnachtsgeschäft.

Geretsried – Weihnachtliche Musik, prominente Protagonisten und eine starke Botschaft, die witzig aufbereitet ist: Der Geretsrieder Einzelhandelsverein ProCit hat am Dienstag einen Imagefilm veröffentlicht und damit einen Nerv getroffen. Das Video kommt im Internet sehr gut an.

Zu sehen sind neben dem ProCit-Vorsitzenden Ludwig Schmid Bürgermeister Michael Müller, dessen Stellvertreter Sonja Frank und Gerhard Meinl sowie die Drittklässlerin Katharina, die im echten Leben Marie heißt und deren Mutter im Isar-Kaufhaus arbeitet. Die „Schauspieler“ werben in dem knapp dreiminütigen Film dafür, Weihnachtsgeschenke in den Geschäften vor Ort zu kaufen und diese damit gerade in Corona-Zeiten zu unterstützen.

Wir müssen uns heute entscheiden, in welcher Stadt wir in Zukunft leben wollen.

Vize-Bürgermeisterin Sonja Frank

„Es kommt jetzt auf uns alle an“, sagt Bürgermeister Müller in die Kamera. Mancher anonyme Online-Konzern möge den Preiskampf gewinnen, räumt Dritter Bürgermeister Meinl ein. „Aber unsere Händler vor Ort schaffen Lebensqualität, Arbeits- und Ausbildungsplätze.“ Das Video ruft zum Zusammenhalt auf. „Wir müssen uns heute entscheiden, in welcher Stadt wir in Zukunft leben wollen“, sagt Vize-Bürgermeisteri Sonja Frank.

Den Werbefilm hat ProCit professionell produzieren lassen. Der Tölzer Markus Kleinhans von MEKK-Movie drehte die Szenen am Donnerstag rund um den Karl-Lederer-Platz und stellte den Film übers Wochenende fertig. Auch wenn man es dem Ergebnis nicht ansieht, es musste schnell gehen. Der Werbefilm sei in relativ kurzer Zeit entstanden, erklärt Ludwig Schmid. „Um genau zu sein, innerhalb einer Woche.“

Die Idee kommt aus Penzberg. Der dortige Verein „Pro Innenstadt“ hatte gemeinsam mit der Stadt zum Start in die Adventszeit ein filmisches Plädoyer für den heimischen Einzelhandel veröffentlicht. „Wir stehen in regem Austausch mit den Penzbergern und haben das Video als deren neueste Errungenschaft geschickt bekommen“, sagt Schmid. „Wir waren ganz neidisch und dachten, so etwas wäre auch für Geretsried toll.“ Die Penzberger stellten ihr Drehbuch zur Verfügung, das auf die Geretsrieder Gegebenheiten angepasst wurde.

Die Idee überzeugte das Geretsrieder Rathaus schnell. Der Bürgermeister und seine Stellvertreter standen spontan parat. „Uns allen ist klar, dass wir in diesen außergewöhnlichen Zeiten eine große Portion Flexibilität und auch Kreativität brauchen,“ erklärt Müller in einer Pressemitteilung. Die Stadt unterstütze ihre Gewerbetreibenden, wo sie kann. Die Wirtschaftsförderung finanziert begleitende Werbemaßnahmen der Aktion. Die Kosten für den Film trägt der Gewerbeverband.

Positive Reaktionen im Netz

Erste Reaktionen auf das Video, das auf Facebook, auf den Internetseiten von ProCit und Stadt sowie über Youtube zu sehen ist, gab es bereits. „Alle finden es witzig und wichtig“, berichtet Schmid. Nun seien die Penzberger ganz neidisch. „Sie haben gefragt, ob sie unseren Dritten Bürgermeister für ihre Theatergruppe buchen können“, sagt der ProCit-Vorsitzende augenzwinkernd. Das politische Schwergewicht Meinl gewinnt die Zuschauerherzen mit einer gesunden Portion Selbstironie. Nachdem er gerade noch vor Intersport Utzinger stand, gesteht der CSU-Mann, dass ihm die Gastwirtschaften „besonders wichtig“ sind. Und im Auto sitzend beendet er das Video mit dem schmissigen Satz: „Das Beste ist, man muss nicht weit laufen in Geretsried. Man kann mitten im Zentrum parken.“

sw

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