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Am Karl-Lederer-Platz entsteht die Neue Mitte Geretsried. 

Neue Mitte

Ladenbesitzer trotzen der Baustelle

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Das beginnende Weihnachtsgeschäft betrachten die Geschäftsleute am Karl-Lederer-Platz mit gemischten Gefühlen. Durch die Großbaustelle kommen weniger Kunden – dabei sind die Läden gut erreichbar.

Geretsried – Das Weihnachtsgeschäft läuft an. Die Ladenbesitzer am Karl-Lederer-Platz sehen dem mit gemischten Gefühlen entgegen. Die Baustelle im Zentrum wirkt auf manche Kunden abschreckend – obwohl die Geschäfte unverändert zugänglich sind. Unsere Zeitung hat sich umgehört, wie die Lage in den Läden nach gut einem halben Jahr Bauarbeiten ist.

Parkplatzsituation macht Geschäftsleuten zu schaffen

Im Vergleich zum Sommer sei es jetzt schön, sagt Sarah Ulbrich von der gleichnamigen Buchhandlung. Da die Spartenverlegung abgeschlossen ist, sei wieder viel Platz vor dem Geschäft. „Wie können Karten rausstellen, wenn es das Wetter erlaubt.“ Insgesamt kämen schon weniger Kunden, sagt Ulbrich. Deswegen rechnet sie damit, dass auch vor Weihnachten weniger los sein wird als in den Vorjahren. Mit Sorge blickt sie auf das nächste Jahr. Wie berichtet wird ab Januar die Tiefgarage am Karl-Lederer-Platz gebaut. Dazu muss das Zentrum für den fahrenden Verkehr gesperrt werden.

„Viele Leute meiden den Karl-Lederer-Platz“, sagt Ulbrich. Das Problem seien die Parkplätze. Die Stadt hat zwar im Rathausinnenhof genügend Stellflächen geschaffen. Aber: „Wenn jemand eine Negativerfahrung gemacht hat, kommt er nicht mehr“, weiß die Buchhändlerin. Auch wenn der Innenhof wegen des Wochenmarkts gesperrt ist, wirkt sich dies auf die Anzahl der Kunden aus.

„Gefühlsmäßig sind viele Leute unterwegs.“

„Es sind nicht weniger Parkplätze, sie sind nur anders verteilt“, sagt Renate Siebert von Tee Siebert. Auch sie spürt, dass weniger Kunden kommen. Manche seien es gewohnt gewesen, immer vor dem Laden parken zu können. „Aber meine Stammkunden kommen weiterhin.“

Zwischen Bücher Ulbrich und Tee Siebert betreibt Daniela Waal ihre Boutique „Das kleine Schwarze“. Sie blickt zuversichtlich auf die Weihnachtszeit. „Ich bin nicht auf Laufkundschaft angewiesen, weil ich gezielt auf Facebook und Instagram werbe“, sagt sie. Das funktioniert gut. „Bis jetzt bin ich sehr zufrieden.“ Dennoch verstehe sie, dass ihre Nachbarn Angst haben. Sie selbst finde immer einen Parkplatz im Rathausinnenhof. „Man muss einfach suchen.“

Dass es gut zugeht in der Stadt, findet Jutta Waldmann von Waldmanns Café-Lounge. „Gefühlsmäßig sind viele Leute unterwegs.“ Die Baustelle sei sehr leise und momentan nicht zu spüren. „Es beeinflusst das Geschäft nicht“, sagt Waldmann. Allerdings würden Kunden gerade in der Vorweihnachtszeit gerne direkt vor den Laden fahren. Vor ihrem zweiten Geschäft an der Sudetenstraße sei dies möglich. Am Karl-Lederer-Platz sei es nur manchmal ein bisschen eng, wenn Beton angeliefert wird. „Da muss man einfach gelassener sein“, findet Waldmann. Augenzwinkernd fügt sie hinzu: „Das fällt nur vielen in der Vorweihnachtszeit schwer.“

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