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200 Jahre Wirtshaustradition: der Alte Wirth in Gelting. Seit Mai 2015 war das Gasthaus geschlossen. Im April soll es wieder eröffnet werden. 

Landgasthof ist verkauft

Gelting: Alter Wirth öffnet wieder

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Der Alte Wirth in Gelting hat neue Eigentümer. Die Wirtsleute Daniela und Manfred Schmidmaier aus München haben das traditionsreiche Haus gekauft. Ende April wollen sie die Gaststätte wieder eröffnen.

Gelting – In der großen Gaststube stehen kistenweise Gläser, an der Garderobe hängen frisch gewaschene Gardinen, die nur darauf warten, wieder aufgehängt zu werden. Mittendrin steht Manfred Schmidmaier. „In München waren wir Pächter, jetzt haben wir was Eigenes“, sagt der Küchenmeister, während sein Blick durch die Wirtschaft schweift. 200 Sitzplätze hat die Gaststätte – plus Biergarten. Dem Münchner ist anzumerken, dass er sich auf die neue Herausforderung freut. Der Alte Wirth war einst die erste Adresse in Gelting.

Von Obersendling nach Gelting

Noch betreiben die Schmidmaiers die Obersendlinger Schmankerlküche. Dort wird unter anderem Mittagessen für Kindertagesstätten und Schulen zubereitet. Bald schon steht der Umzug nach Gelting an. „Hier wollen wir weiter für die Kitas und Schulen kochen“, sagt der 50-Jährige. Den Alten Wirth will er zunächst nur freitags, samstags und sonntags öffnen – es soll langsam anlaufen. „Wir brauchen erst einmal eine stabile Mannschaft“, meint Schmidmaier. Deshalb ruft er alle ehemaligen Mitarbeiter dazu auf, sich zu melden. Wer möchte, kann an diesem Samstag zwischen 14 und 16 Uhr vorbeikommen, um sich vorzustellen.

Die Gastwirtschaft ist über 200 Jahre alt

Die Gastwirtschaft an der Buchberger Straße besteht seit über 200 Jahren: 1805 richtete Georg Haltenberger dort eine Hofmarks-Wirtschaft ein. Später gehörte sie der Familie Neumeier. 1977 wurde das Haus abgebrochen und der neue Landgasthof „Zum alten Wirth“ errichtet. Zusätzlich entstand ein Hotel, das nun auch einen neuen Eigentümer hat und derzeit renoviert wird. Elisabeth Neumeier wünschte sich lange Zeit, dass ihr Sohn Klaus ihr Lebenswerk weiterführt. Aber aus gesundheitlichen Gründen sah sich der gelernte Koch nicht in der Lage, das Geschäft zu übernehmen. Im Jahr 2014 verpachtete die Familie den Betrieb an das Ehepaar Würtz aus München. Doch nach einem halben Jahr kam es zum Bruch. Notgedrungen übernahm Klaus Fagner den Betrieb wieder, aber er hielt nur ein halbes Jahr durch. Am 11. Mai 2015 schloss er das Restaurant aus gesundheitlichen Gründen.

Künftig Augustiner statt Hacker-Pschorr

Für Manfred Schmidmaier ist die wechselvolle Vergangenheit des Hauses Schnee von gestern. Er will neu durchstarten mit einer ehrlichen, nicht abgehobenen Küche, die aber das gewisse Extra hat. „Wir wollen die einfachen Dinge, die es gibt, noch besser machen“, sagt der Münchner, der selbst am Herd stehen wird. Seine Frau Daniela (43) wird sich um die Gäste kümmern. Die Gläser werden in Zukunft übrigens nicht mehr mit Hacker-Pschorr-Bier gefüllt. „Ich würde gerne Augustiner ausschenken“, kündigt Schmidmaier an.

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