Beim Kaderwettkampf in München ging Lara Holzhauer vom TuS Geretsried über 60- und 400 Meter an den Start.
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Beim Kaderwettkampf in München ging Lara Holzhauer vom TuS Geretsried über 60- und 400 Meter an den Start.

Geretsrieder Lauftalent erfolgreich bei Kaderwettkämpfen in München

Lara Holzhauer ist auf einem guten Weg

München/Geretsried – Es sind schwere Zeiten, unter denen auch der Vereinssport zunehmend leidet. So dürfen die Leichtathleten vom TuS Geretsried seit knapp vier Monaten nicht gemeinsam trainieren. Ebenso müssen sie auch auf die Hallensaison verzichten, die sonst ein wichtiger Bestandteil der Vorbereitung, im Hinblick auf die Saisonhöhepunkte im Sommer darstellt.

Und so durften sich zuletzt nur die besten Sportler Bayerns bei einem internen Kadertestwettkampf in München messen. Zu diesen gehörte auch die Geretsriederin Lara Holzhauer, die bereits Rang vier bei den deutschen U18-Meisterschaften und mehrere Goldmedaillen bei Bayerischen U18-Meisterschaften vorzuweisen hat. Beim jüngsten Testwettkampf in München absolvierte die 400-Meter-Hürden-Spezialistin sowohl die 60-Meter-Sprintstrecke, als auch die 400-Meter-Distanz. Eine erste Standortbestimmung, die aufgrund der fehlenden Vergleiche mit den Teamkollegen und der nicht vorhandenen Wettkampfpraxis durchaus zur Herausforderung wurde. Mit einer Zeit von 8,17 Sekunden lief die 17-Jährige beim 60-Meter-Sprint auf Rang drei. „Das war zwar im Wettkampf Bestzeit, aber im Training war sie auch schon deutlich schneller“, erklärte Trainer Mirko Naumann.

Auf der 400-Meter-Strecke kam Lara Holzhauer anschließend als Zweite ins Ziel. Mit ihrer Zeit, die gut zwei Sekunden über ihrer Bestzeit (56,98 sek.) lag, war die Athletin jedoch nicht ganz zufrieden. Dabei gilt jedoch zu bedenken, dass ganze schnelle Zeiten auf der deutlich engeren 200-Meter-Meter-Bahn in der Halle nochmal schwieriger zu laufen sind als im Freien.

Demnach sieht Trainer Naumann die Hürdenspezialistin grundsätzlich auf dem aufsteigenden Ast. „Sie ist noch nicht auf ihrem höchsten Niveau, aber auf einem guten Weg“, ist er sich sicher. Dabei gilt es festzuhalten, dass sich die Athletin gerade mitten in der anstrengenden Vorbereitungsphase befindet, deren Früchte erst im Sommer geerntet werden sollen. „Nun steht eine kurze Erholungspause an und dann geht’s wieder mit voller Kraft ins Training, bis im Mai hoffentlich die regulären Wettkämpfe einer vermutlich erneut schwer planbaren Saison starten“, verrät der Coach den Plan für die kommenden Monate. Hier möchte sich Lara Holzhauer für die vielen Strapazen der Wintermonate belohnen, die aufgrund ungewohnt vieler Einheiten im Freien und ohne Kollegen einiges an Disziplin abverlangten. Mit großen Zielen, wie den Deutschen Meisterschaften, nimmt die talentierte Sportlerin das jedoch gerne in Kauf. Dominik Hager

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