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Hübsch sahen sie aus in ihren türkis-weißen Kleidern: Die Kinder des „Vision-Choirs“ aus Uganda. 

Vision-Choir

Lebensfreude der ugandischen Waisenkinder steckt an

Applaus in der Aula der Realschule: Der Chor aus ugandischen Waisenkindern hat das Publikum begeistert.

Geretsried – Uganda in Ostafrika gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Es gibt Millionen von Waisenkindern, deren Eltern an verschiedenen Krankheiten gestorben sind. Sie leben auf der Straße, manche von ihnen werden auch von Verwandten aufgenommen, deren Geld aber nicht reicht, um dem Kind eine Ausbildung zu ermöglichen.

Dieser armen Kinder nimmt sich die Organisation „Vision for Africa“ an. Der „Vision-Choir“, ein Chor bestehend aus 15 Mädchen und Buben im Alter zwischen acht und 13 Jahren, gastierte dieser Tage in Geretsried. Auf Einladung der Realschule sang die fröhliche Gruppe Spirituals, Gospels und afrikanische Lieder.

„Jesus is my Friend“, „Lord we belong to you“ und auch „Isha oreebe nantamba“ erklang es in der Aula. Teils wurden die Songs a capella vorgetragen, teils mit Instrumentalbegleitung. Dazu tanzten und klatschten die Kinder in ihren türkis-weißen Kleidern. „Die Stimmen mögen die Sonne in unsere Herzen holen“, sagte Rektor Christian Zingler bei der Begrüßung der zahlreichen Besucher.

Betreute Kinder werden ausgebildet

Das gelang den jungen Gästen aus Uganda mit ihren neun erwachsenen Begleitern. Ihre Lebensfreude wirkte einfach ansteckend. Die jungen Erwachsenen erzählten zwischen den musikalischen Darbietungen über „Vision for Africa“. Die Hilfsorganisation wurde 2001 von der Österreicherin Maria Prean gegründet. Die betreuten Kinder sollen eine gute Fachausbildung, medizinische Grundversorgung und einen starken Glauben in Gott erhalten. Menschen in aller Welt übernehmen Patenschaften für sie. In Kinderheimen, Schulen und Zentren in vielen verschiedenen Orten Ugandas und teilweise auch in Kenia werden rund 5000 Kinder durch solche Patenschaften unterstützt.

Seit 2006 gibt es auch ein eigenes Werk mit Kinderhäusern (ähnlich dem SOS-Kinderdorf-Prinzip), einem Kindergarten, einer Volksschule, mehreren Berufsschulen, einem kleinen Krankenhaus und einer Zahnklinik sowie einer Hotelfachschule, wo Gäste aus aller Welt willkommen sind. Warum sie nach Europa gingen, würden die Chormitglieder oft gefragt, erzählte eine Betreuerin und gab die Antwort. „Wir sagen: wegen Jesus.“ Tanja Lühr

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